Mario Sickert

Pflanzenporträt · Spargelgewächse

Asparagussetaceus / densiflorus


Zarte, federleichte Zweige, die aussehen wie ein Farn, und doch ist der Zierspargel mit dem Gemüsespargel verwandt. Welche der beiden Arten ich genau habe, ist offen, deshalb führe ich sie gemeinsam. Die Abbildung zeigt beispielhaft den Federspargel, Asparagus setaceus.

Im Bestand
Art nicht sicher
Trivialname
Zierspargel
Zeichnung eines Zierspargels in einem Tontopf mit feinen federartigen grünen Zweigen und einigen kleinen schwarzen Beeren
Illustration, KI-generiert · beispielhaft Asparagus setaceus

Kurzdaten

Steckbrief

Name
Asparagus setaceus (Federspargel) oder Asparagus densiflorus (Zierspargel), bei meiner Pflanze ist die Art nicht sicher bestimmt
Familie
Spargelgewächse (Asparagaceae), keine echten Farne
Herkunft
A. setaceus stammt aus dem südlichen Afrika, A. densiflorus von Mosambik bis Südafrika, vor allem aus felsigem lichtem Wald, Gebüsch der Savanne und Küstengebieten
Wuchs
immergrüne Stauden; bei A. setaceus als Zimmerpflanze etwa 15 bis 60 cm, A. densiflorus bis etwa 1,5 m
„Blätter“
die fedrigen Teile sind keine echten Blätter, sondern abgeflachte Triebe (Phyllokladien); die echten Blätter sind zu Dornen zurückgebildet
Blüten und Früchte
kleine grünlich-weiße Glöckchen von Frühling bis Herbst, danach grüne Beeren, die schwarz reifen; im Zimmer bilden sie sich selten
Giftig
ja, besonders die Beeren; für Hunde und Katzen giftig

Erkennen

Federspargel oder Zierspargel

Der Federspargel (A. setaceus) hat sehr feine, fadenförmige Triebe und wächst eher aufrecht. Der Zierspargel (A. densiflorus) hat kürzere, nadelförmige Triebe und kann aufrecht wachsen oder über den Rand hängen. Die Sorte „Sprengeri“ hat hängende Triebe und eignet sich für Ampeln, „Meyeri“ (auch Fuchsschwanz-Spargel genannt) wächst kompakt mit aufrechten Wedeln. Nach Wikipedia gehören beide Sorten zu A. densiflorus. Der Federspargel gilt als anspruchsvoller und mag hohe Luftfeuchte, der Zierspargel als robust.

Auch die Dornen sind je nach Quelle unterschiedlich beschrieben: Wikipedia nennt bei A. setaceus Dornen an den Trieben, eine Gartenseite erwähnt starke Dornen nur beim Sicheldorn-Spargel (A. falcatus). Beim Umgang mit der Pflanze ist etwas Vorsicht angebracht.

Standort

Temperatur, Feuchte, Licht

ca. 20 °C
Temperatur
im Winter kühler, 12 bis 15 °C, nicht unter 10 °C
hoch
Luftfeuchte
vor allem beim Federspargel, Zahlen nennt die Quelle nicht
hell
Licht
hell bis leicht schattig, ohne direkte Sonne

Zugluft und pralle Sonne sollte die Pflanze nicht bekommen. Leichten Frost verträgt A. setaceus, Dauerfrost nicht. Ein Bad mit seiner hohen Luftfeuchte ist ein guter Platz, wenn dort genug Licht ist.

Pflege

Gleichmäßig feucht, nie nass

Gießen: der Wurzelballen soll mäßig feucht bleiben und nie ganz austrocknen. Eine Methode ist, den Topf etwa einmal pro Woche in Wasser zu tauchen. Staunässe vermeiden, sie führt zu Wurzelfäule. Im kühlen Winterquartier weniger gießen.

Düngen: Flüssigdünger über das Gießwasser, höchstens zweimal im Monat und im Winter nicht.

Umtopfen: im frühen Frühjahr, wenn die Wurzeln den Topf füllen und aus den Abzugslöchern wachsen. Wegen der Rhizome und Knollen eignet sich ein Topf, der breiter als hoch ist, mit sandigem, durchlässigem Substrat und einer Drainageschicht.

Vermehren: am aussichtsreichsten durch Teilen der Rhizome im Winter oder Frühjahr mit sauberem Werkzeug und möglichst kleinen Schnitten. Samen aus den Beeren lassen sich im Frühjahr bei etwa 15 °C aussäen, im Zimmer kommt das aber selten vor.

Wichtig

Beeren sind giftig

Die Beeren sind giftig und können Durchfall und Bauchschmerzen auslösen. Für Hunde und Katzen führt die ASPCA den Zierspargel als giftig auf. Wiederholter Hautkontakt kann allergische Hautreaktionen auslösen, nach dem Verzehr der Beeren kommen Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall vor. Als Wirkstoff wird bei A. setaceus ein Steroidsaponin genannt. Die Pflanze gehört deshalb außer Reichweite von Haustieren und kleinen Kindern, Beeren sollte man entfernen.

Außerhalb ihrer Heimat verwildert A. setaceus an manchen Orten und gilt zum Beispiel in Teilen Australiens als Unkraut.

Grundlagen

Worauf die Angaben beruhen

Die Werte sind Richtwerte aus Pflanzenlexika und Gartenseiten, dazu kommt eigene Pflege. Weil sich die Quellen bei den beiden Arten unterscheiden, nenne ich Spannen. Jede Wohnung ist anders, und die Pflanze zeigt meist selbst am besten, ob es ihr gefällt.

  • Wikipedia, Eintrag Asparagus setaceus (Herkunft, Wuchs, Phyllokladien, Beeren, Giftigkeit)
  • Wikipedia, Eintrag Asparagus densiflorus (Herkunft, Sorten, Größe, Frost)
  • Gartenjournal, Zierspargel-Arten (Unterschiede, Sorten)
  • Plantura, Zierspargel-Pflanzenporträt (Licht, Temperatur, Gießen, Düngen, Umtopfen, Vermehren, Beeren)
  • ASPCA, Asparagus Fern (Giftigkeit für Hunde und Katzen)

Dazu kommt der Rat von Avventura Plants. Sie steht mir bei Fragen zu Pflanzen immer wieder zur Verfügung und erklärt mir geduldig vieles.

Ich bin kein Biologe, sondern halte diese Tiere und Pflanzen aus Leidenschaft. Wenn dir ein Fehler auffällt oder du Erfahrungen hast, sag mir gern Bescheid, auf Instagram oder an poststelle@kunstspuren.com.

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