Mario Sickert

Privates Hobby · Terraristik & Aquaristik

DasVivarium


Ein paar Dutzend Becken, in denen Tiere, Pflanzen und Bodenleben zusammen funktionieren sollen. Vogelspinnen und Skorpione, Asseln und Tausendfüßer, Schnecken, Käfer und Schrecken — dazu die Pflanzen, die das alles trägt. Hier zeige ich, was darin passiert, und führe meinen Bestand offen.

Tausendfüßer kriecht zwischen Moos aus einem Schädel-Versteck im Terrarium
Ein Becken funktioniert, wenn man die Bewohner kaum sieht. Meistens bekommt man sie nur abends zu Gesicht.

Was hier lebt

Tiere


Ein Querschnitt durch den Bestand. Alle Tiere leben bei mir zu Hause, alle Fotos und Videos sind in meinen eigenen Becken entstanden.

Acanthoscurria geniculata mit weiß gebänderten Beinen, von oben auf grünem Moos fotografiert
Acanthoscurria geniculataYara, meine Weißknie-Vogelspinne, auf dem Moospolster ihres Beckens. Zum Artenporträt
Blau behaarte junge Vogelspinne auf einem Ast im Terrarium
VogelspinneJungtier auf dem Kletterast. Die blaue Behaarung verliert sich mit jeder Häutung ein Stück.
Große Vogelspinne mit hell geringelten Beinen auf grünem Moos
VogelspinneAusgewachsen, auf Moos vor dem Erdversteck. Tagsüber sieht man sie selten so offen.
Nahaufnahme des Vorderkörpers einer Vogelspinne mit Augengruppe
VogelspinneNahaufnahme des Carapax. Die Augengruppe sitzt vorn auf einem winzigen Hügel.
Vogelspinne verarbeitet eine helle Futterlarve auf Moos
VogelspinneFütterung am Versteck. Gefressen wird, wenn das Tier will — nicht nach Kalender.
Junge Vogelspinne hängt im Gespinst an der Oberseite einer Aufzuchtbox
VogelspinneFrisch gehäutet im Gespinst unter dem Deckel der Aufzuchtbox.
Australische Gespenstschrecke sitzt auf einer Hand vor einem Terrarium
Extatosoma tiaratumAustralische Gespenstschrecke aus eigener Brut. Beim Laufen schaukelt sie wie ein Blatt im Wind.
Großer schwarzer Skorpion mit kräftigen Scheren auf hellem Substrat
Heterometrus silenusMoros, der größte Skorpion im Bestand. Ruhig, kräftig, nachtaktiv.
Kleiner dunkler Skorpion an der perforierten Wand einer Kunststoffbox
SkorpionEin kleinerer an der Boxwand. Auch die Jungtiere sind schon perfekte Jäger.
Ein gelb-schwarzer und ein grün schimmernder Rosenkäfer auf einem Ast
Pachnoda marginata peregrina & Chlorocala africana subsuturalisKongo-Rosenkäfer und Chlorocala teilen sich ein Becken — beide leben von Obst und Falllaub.
Zwei große Achatschnecken mit gelbbraunen Gehäusen auf einer Handfläche
Lissachatina fulicaZwei Achatschnecken auf Wanderschaft über die Hand.
Fünf gestreifte Schnecken auf einer Handfläche
Cornu aspersumGefleckte Weinbergschnecken — fünf Tiere passen bequem auf eine Handfläche. Zum Artenporträt
Cornu aspersumZwölf Sekunden Zeitgefühl: so schnell ist bei Schnecken eilig.

Zersetzer & Mikrofauna

Bodenpolizei


Asseln, Springschwänze und Tausendfüßer sind der Grund, warum ein bioaktives Becken nicht regelmäßig ausgeräumt werden muss. Sie fressen, was liegen bleibt, und machen daraus wieder Substrat.

Mehrere hell gefärbte Asseln mit gelber Bänderung auf Korkrinde
AsselnGelbe Bänderung, bei jedem Tier ein bisschen anders. Rinde ist Laufsteg und Versteck zugleich.
Zwei rot-orange gefärbte Asseln auf einer Glaskante
AsselnZwei rote Tiere auf der Beckenkante — die Farbformen sind der eigentliche Grund für die Sammelei.
Orange gebänderte Assel auf heller Flechte
AsselOrange auf grauer Flechte. Farbe und Untergrund machen erst zusammen das Bild.
Gruppe grauer Asseln auf Korkrinde zwischen Falllaub
AsselnDie unscheinbaren Grauen arbeiten am zuverlässigsten. Ohne sie läuft kein Becken.
Dicht gedrängte Asselkolonie auf einem angehobenen Rindenstück
AsselkolonieEin Stück Rinde angehoben — darunter sitzt der halbe Bestand.
Dicht gedrängte Asselkolonie unter einem Rindenstück neben Moos
AsselkolonieUnter jedem Versteck sitzt eine ganze Population. Sie halten das Substrat sauber.
Zwei große dunkel geringelte Tausendfüßer auf einem Tonuntersetzer
Archispirostreptus gigasRiesentausendfüßer an der Futterschale. Ruhige Riesen, die den ganzen Tag fressen.
Dunkle Tausendfüßer mit roten Beinen an einer Schale mit Süßkartoffelscheiben
TausendfüßerSchwarzer Körper, rote Beine — Süßkartoffel ist die zuverlässigste Futterbestechung.
Dunkler Tausendfüßer mit auffällig roten Beinen auf Falllaub
TausendfüßerIm Becken sieht man sie meist nur nachts, wenn es ruhig wird.
Viele rotbraune Tausendfüßer fressen an Gurkenscheibe und Pilz auf Moos
FütterungGurke und Pilz. Was morgens noch liegt, ist bis zum Abend verschwunden.
KletterpartieTausendfüßer sind bessere Kletterer, als man ihnen ansieht.
KopfüberAm dünnen Zweig hält er sich mit gut zweihundert Beinen fest.

Grünzeug

Pflanzen


Pflanzen sind im Vivarium keine Deko. Sie halten die Feuchtigkeit im Substrat, spenden Schatten, geben Kletterstruktur und Versteck — und sie zeigen als Erstes an, wenn im Becken etwas nicht stimmt.

Im Becken arbeite ich mit vier Gruppen: Bodendeckern wie Fittonia und Farnen, Kletterpflanzen wie Philodendron und Efeutute, festblättrigen Solitären wie Alocasia, Anthurium und Bogenhanf, und aufgebundenen Epiphyten auf Kork. Dazu kommt Moos, das in fast jedem Becken die Bodenschicht macht.

Nicht jede Pflanze ist aber für ein Terrarium gedacht. Viele stehen einfach bei mir in der Wohnung, weil ich sie mag — Alocasien, Orchideen, Gummibaum und Bogenhanf zum Beispiel. Manche ziehen irgendwann ins Becken um, andere bleiben für immer Zimmerpflanze. Welche Art ich habe, steht vollständig im Bestand.

Pflanzenbestand ansehen

Alocasia mit gelappten dunkelgrünen Blättern und gesprenkelten Stielen im Topf
AlocasiaFestes Blatt, klare Form — als Solitär im Becken kaum kaputtzukriegen.

Selbstgebaut

Aus der Werkstatt

Zwei Projekte Schritt für Schritt: eine Aufzuchtbox aus einer Kunststoffdose und die komplette Einrichtung eines Beckens für eine Baumbewohnerin — vom leeren Glas bis zum fertigen Moospolster.