Pflanzenporträt · Spargelgewächse
Chlorophytumcomosum
Schmale, überhängende Blätter, lange Triebe mit kleinen Jungpflanzen an den Spitzen: Die Grünlilie ist eine der bekanntesten Zimmerpflanzen überhaupt. Bei mir wächst sie als robuste, genügsame Pflanze, die viel verzeiht und sich selbst vermehrt.
Kurzdaten
Steckbrief
- Name
- Chlorophytum comosum, Grünlilie, auch Zimmerlilie, Sachsengras oder Beamtenpalme genannt
- Familie
- Spargelgewächse (Asparagaceae), keine Lilie und kein Gras
- Herkunft
- südliches Afrika, dort im Unterwuchs, in Gebüsch und im Bergland
- Größe
- bis etwa 60 cm hoch, Blätter bis etwa 45 cm lang, Blütenstiele bis etwa 1 m
- Vermehrung
- Kindel an den Blütenstielen, außerdem durch Teilen
- Giftigkeit
- gilt als ungiftig für Menschen, Hunde und Katzen
- Schutzstatus
- nicht geschützt
Erkennen
Kindel und dicke Wurzeln
Die Blätter sind schmal, bogig überhängend und bei der verbreiteten Form grün mit weißem Streifen. Aus der Mitte wachsen lange, dünne Triebe mit kleinen weißen Blüten. Daraus entstehen an den Triebspitzen Kindel, kleine Jungpflanzen, die schon Luftwurzeln mitbringen.
Unter der Erde fallen die dicken, fleischigen, weißen Wurzeln auf. Sie speichern Wasser, deshalb kommt die Pflanze mit kurzer Trockenheit gut zurecht.
Standort
Temperatur, Feuchte, Licht
Ein heller bis halbschattiger Platz passt, bei viel Licht bleibt die Streifung deutlicher. Eine Quelle nennt die Grünlilie für jeden Raum mit hellem bis halbschattigem Licht geeignet. Mit Dauerlicht kann sie fast das ganze Jahr blühen.
Pflege
Gießen und Vermehren
Gießen: gleichmäßig leicht feucht halten, die oberste Schicht darf antrocknen. Wegen der Speicherwurzeln verzeiht sie eine vergessene Gabe besser als Staunässe.
Braune Spitzen: sie haben meist mehrere mögliche Ursachen: trockene Luft, sehr kalkhaltiges Wasser oder zu viel Dünger. Die Spitzen lassen sich einfach abschneiden.
Vermehren: Kindel abtrennen und in Erde oder Wasser bewurzeln lassen, oder ältere Pflanzen beim Umtopfen teilen. Die Wurzeln sind dick, ein genügend großer Topf lohnt sich.
Wichtig
Ungiftig, aber trotzdem kein Futter
Die Grünlilie gilt als ungiftig für Menschen, Hunde und Katzen. Sie ist trotzdem kein Futter. Im Becken können Schnecken, Asseln und Tausendfüßer an den Blättern knabbern.
Grundlagen
Worauf die Angaben beruhen
Die Werte sind Richtwerte aus Pflanzenseiten, dazu kommt eigene Pflege. Zu Temperatur, Gießen und Braunfärbung gibt es wenig geprüfte Literatur, deshalb sind sie als Erfahrungswerte zu lesen.
- Plantura, Grünlilie (Familie, Herkunft, Größe, Licht, Kindel)
Dazu kommt der Rat von Avventura Plants. Sie steht mir bei Fragen zu Pflanzen immer wieder zur Verfügung und erklärt mir geduldig vieles.
Ich bin kein Biologe, sondern halte diese Tiere und Pflanzen aus Leidenschaft. Wenn dir ein Fehler auffällt oder du Erfahrungen hast, sag mir gern Bescheid, auf Instagram oder an poststelle@kunstspuren.com.