Mario Sickert

Artenporträt · Asseln

Cubarissp. „Rubber Ducky“


Ein gelber Kopf mit orangefarbenem Schnabel auf einem dunklen, hochgewölbten Körper: Man muss nicht lange überlegen, woher diese Assel ihren Namen hat. Sie gilt als die bekannteste Assel der Terraristik und zugleich als eine der anspruchsvollsten.

Im Bestand
als Gruppe
Herkunft
Thailand
Zeichnung einer Rollassel von der Seite: dunkler Körper, gelber Kopf und gelbes Hinterende
Illustration, KI-generiert · Cubaris sp. „Rubber Ducky“

Kurzdaten

Steckbrief

Name
Cubaris sp. „Rubber Ducky“
Status
Art noch nicht bestimmt; „Rubber Ducky“ ist ein Handelsname
Einordnung
Asseln (Isopoda) · Familie Armadillidae, den Rollasseln
Herkunft
Thailand
Größe
bis etwa 2 cm
Lebensweise
überwiegend nachtaktiv, tagsüber versteckt unter Laub und Rinde
Entwicklung
langsam; geschlechtsreif oft erst nach 12 bis 18 Monaten
Schutzstatus
nicht geschützt

Erkennen

Die mit dem Entengesicht

Der Körper ist hochgewölbt, bullig und dunkelbraun bis fast schwarz. Kopf und erstes Körpersegment leuchten dagegen gelb, vorn mit einem orangefarbenen Fleck, der wie ein Schnabel wirkt. Zusammen ergibt das tatsächlich das Gesicht einer Badeente, daher der Name. Auch die hintersten Segmente sind oft gelblich gefärbt.

Wie alle Rollasseln kann sie sich bei Gefahr zu einer Kugel einrollen.

Klima

Temperatur, Feuchte, Licht

24–27 °C
Temperatur
möglichst konstant, ohne große Schwankungen
70–85 %
Luftfeuchte
große feuchte Moosecke
ohne UV
Licht
vor allem nachts aktiv

Sie braucht es feucht und warm, verträgt aber keine stehende Luft. Gute Belüftung trotz hoher Feuchte ist deshalb der wichtigste Punkt in der Haltung. Wie die meisten Asseln aus Asien mag sie außerdem gleichbleibende Bedingungen lieber als ständige Wechsel.

Einrichtung

Feucht, nährstoffreich, versteckreich

Bodengrund: nährstoffreiches Asselsubstrat mit Laubwaldhumus, weißfaulem Holz sowie Buchen- und Eichenlaub, das dauerhaft leicht feucht bleibt.

Ausstattung: eine große Moosecke, reichlich Laub, Rinde und Flechten als Verstecke, dazu eine Kalkquelle wie Sepia oder Kalkstein. Viele Halter geben Seemandelbaumblätter dazu, die den Boden leicht ansäuern.

Becken: gut verschlossen und gut belüftet. Asseln klettern an Silikonnähten erstaunlich gut nach oben.

Ernährung

Mehr Eiweiß als gedacht

Immer
Laub, weißfaules Holz, Flechten und eine Kalkquelle
Regelmäßig
Eiweiß wie Fischflocken, Gammarus oder getrocknete Garnelen
Dazu
Gemüse wie Möhre, Zucchini oder Gurke, ab und zu etwas Obst

Ihr Eiweißbedarf ist höher als bei vielen anderen Asseln. Frischfutter, das nicht gefressen wird, kommt nach ein bis zwei Tagen wieder heraus.

Vermehrung

Geduld zahlt sich aus

Rubber Duckys wachsen langsam, die Würfe sind klein, und bis die Jungtiere selbst für Nachwuchs sorgen, vergeht oft mehr als ein Jahr. Eine Kolonie wächst deshalb nur gemächlich. Am besten gelingt das mit stabilen Bedingungen und möglichst wenig Störung.

Häutung: Wie alle Asseln häuten sie sich in zwei Hälften. Ein Tier, das halb hell und halb dunkel aussieht, ist also völlig gesund. Mehr dazu unter Häutung verstehen.

Gut zu wissen

Die Assel, die alles verändert hat

Cubaris sp. „Rubber Ducky“ war eine der ersten asiatischen Cubaris, die den Weg in die Terrarienhaltung gefunden haben, und hat damit großes Aufsehen erregt. Der bis heute hohe Preis erklärt sich vor allem durch die langsame Vermehrung.

Grundlagen

Worauf die Angaben beruhen

Die Werte sind Richtwerte. Zu Zierasseln gibt es kaum Fachliteratur zur Haltung; die Angaben beruhen auf Erfahrungen aus der Terraristik und auf eigener Haltung. Den Schutzstatus habe ich bei WISIA, dem Informationssystem des Bundesamts für Naturschutz, geprüft.

Wenn dir ein Fehler auffällt, sag mir gern Bescheid, auf Instagram oder an poststelle@kunstspuren.com.

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