Artenporträt · Asseln
Porcelliobolivari „Yellow Ghost“
Durchscheinend hell, mit leuchtend gelbem Rücken und bis zu drei Zentimetern lang: Die „Yellow Ghost“ gehört zu den größten und schönsten Asseln im Hobby. Anders als viele tropische Arten mag sie es eher trocken.
Kurzdaten
Steckbrief
- Name
- Porcellio bolivari „Yellow Ghost“
- Form
- Farbform der Art Porcellio bolivari; ob in der Natur gefunden oder gezüchtet, darüber sind sich die Quellen nicht einig
- Einordnung
- Asseln (Isopoda) · Familie Porcellionidae
- Herkunft
- Spanien; die meisten Quellen nennen die Gegend um Alicante
- Größe
- bis etwa 3 cm, eine der großen Asseln im Hobby
- Lebensweise
- vor allem in der Dämmerung aktiv
- Geschlechter
- Männchen mit deutlich längeren Schwanzanhängen (Uropoden)
- Schutzstatus
- nicht geschützt
Erkennen
Ein Geist in Gelb
Der Körper wirkt fast durchscheinend, hellgrau bis weißlich, der Rücken leuchtet in kräftigem Gelb. Die einzelnen Segmente haben einen etwas dunkleren Rand. Diese geisterhafte Mischung aus Hell und Gelb hat ihr den Namen eingebracht.
Eine nahe Verwandte ist die Farbform „Lemonade“, die insgesamt gelb gefärbt ist.
Klima
Temperatur, Feuchte, Licht
Als Assel aus Spanien mag sie es deutlich trockener als die tropischen Arten. Modrige, stehende Luft verträgt sie gar nicht. Große Belüftungsflächen sind deshalb wichtiger als jeder Sprühstoß.
Einrichtung
Trocken mit feuchten Inseln
Bodengrund: überwiegend trocken, mit ein oder zwei Bereichen, die leicht feucht bleiben.
Moosecke: Ein bis zwei feuchte Moosecken sind Pflicht. Dorthin ziehen sich die Tiere zurück, vor allem zur Häutung. Die Moosecke lieber gießen als besprühen, damit nicht das ganze Becken feucht wird.
Ausstattung: Kork sowie Eichen- und Buchenlaub als Verstecke, dazu eine Kalkquelle. Das Becken darf ruhig so groß sein, dass trockene und feuchte Zonen nebeneinander Platz haben.
Ernährung
Laub und Flechten in Mengen
- Immer
- Buchen- und Eichenlaub, Flechten, weißfaules Holz und Sepia
- Regelmäßig
- Gemüse wie Zucchini, Gurke, Möhre, Süßkartoffel oder Kürbis
- In kleinen Mengen
- Eiweiß wie Fischflocken
Laub und Flechten fressen sie in großen Mengen. Frischfutter, das liegen bleibt, kommt nach ein bis zwei Tagen wieder heraus.
Vermehrung
Robust und wüchsig
Die „Yellow Ghost“ gilt als etwas robuster als manche Verwandte aus Spanien und vermehrt sich vergleichsweise gut. Ein Zuchtansatz besteht meist aus rund einem Dutzend Tieren. Wer die Farbform erhalten möchte, hält sie getrennt von anderen Formen derselben Art.
Häutung: Wie alle Asseln häutet sie sich in zwei Hälften, zuerst hinten, dann vorn. Mehr dazu unter Häutung verstehen.
Grundlagen
Worauf die Angaben beruhen
Die Werte sind Richtwerte. Zu Zierasseln gibt es kaum Fachliteratur zur Haltung; die Angaben beruhen auf Erfahrungen aus der Terraristik und auf eigener Haltung. Den Schutzstatus habe ich bei WISIA, dem Informationssystem des Bundesamts für Naturschutz, geprüft.
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