Mario Sickert

Artenporträt · Asseln

Porcelliobolivari „Yellow Ghost“


Durchscheinend hell, mit leuchtend gelbem Rücken und bis zu drei Zentimetern lang: Die „Yellow Ghost“ gehört zu den größten und schönsten Asseln im Hobby. Anders als viele tropische Arten mag sie es eher trocken.

Im Bestand
als Gruppe
Herkunft
Spanien
Zeichnung einer großen Assel von der Seite: heller Körper mit gelber Rückenzeichnung
Illustration, KI-generiert · Porcellio bolivari „Yellow Ghost“

Kurzdaten

Steckbrief

Name
Porcellio bolivari „Yellow Ghost“
Form
Farbform der Art Porcellio bolivari; ob in der Natur gefunden oder gezüchtet, darüber sind sich die Quellen nicht einig
Einordnung
Asseln (Isopoda) · Familie Porcellionidae
Herkunft
Spanien; die meisten Quellen nennen die Gegend um Alicante
Größe
bis etwa 3 cm, eine der großen Asseln im Hobby
Lebensweise
vor allem in der Dämmerung aktiv
Geschlechter
Männchen mit deutlich längeren Schwanzanhängen (Uropoden)
Schutzstatus
nicht geschützt

Erkennen

Ein Geist in Gelb

Der Körper wirkt fast durchscheinend, hellgrau bis weißlich, der Rücken leuchtet in kräftigem Gelb. Die einzelnen Segmente haben einen etwas dunkleren Rand. Diese geisterhafte Mischung aus Hell und Gelb hat ihr den Namen eingebracht.

Eine nahe Verwandte ist die Farbform „Lemonade“, die insgesamt gelb gefärbt ist.

Klima

Temperatur, Feuchte, Licht

18–25 °C
Temperatur
Zimmertemperatur reicht meist
50–70 %
Luftfeuchte
überwiegend trocken, mit feuchter Moosecke
ohne UV
Licht
normaler Tag-Nacht-Wechsel genügt

Als Assel aus Spanien mag sie es deutlich trockener als die tropischen Arten. Modrige, stehende Luft verträgt sie gar nicht. Große Belüftungsflächen sind deshalb wichtiger als jeder Sprühstoß.

Einrichtung

Trocken mit feuchten Inseln

Bodengrund: überwiegend trocken, mit ein oder zwei Bereichen, die leicht feucht bleiben.

Moosecke: Ein bis zwei feuchte Moosecken sind Pflicht. Dorthin ziehen sich die Tiere zurück, vor allem zur Häutung. Die Moosecke lieber gießen als besprühen, damit nicht das ganze Becken feucht wird.

Ausstattung: Kork sowie Eichen- und Buchenlaub als Verstecke, dazu eine Kalkquelle. Das Becken darf ruhig so groß sein, dass trockene und feuchte Zonen nebeneinander Platz haben.

Ernährung

Laub und Flechten in Mengen

Immer
Buchen- und Eichenlaub, Flechten, weißfaules Holz und Sepia
Regelmäßig
Gemüse wie Zucchini, Gurke, Möhre, Süßkartoffel oder Kürbis
In kleinen Mengen
Eiweiß wie Fischflocken

Laub und Flechten fressen sie in großen Mengen. Frischfutter, das liegen bleibt, kommt nach ein bis zwei Tagen wieder heraus.

Vermehrung

Robust und wüchsig

Die „Yellow Ghost“ gilt als etwas robuster als manche Verwandte aus Spanien und vermehrt sich vergleichsweise gut. Ein Zuchtansatz besteht meist aus rund einem Dutzend Tieren. Wer die Farbform erhalten möchte, hält sie getrennt von anderen Formen derselben Art.

Häutung: Wie alle Asseln häutet sie sich in zwei Hälften, zuerst hinten, dann vorn. Mehr dazu unter Häutung verstehen.

Grundlagen

Worauf die Angaben beruhen

Die Werte sind Richtwerte. Zu Zierasseln gibt es kaum Fachliteratur zur Haltung; die Angaben beruhen auf Erfahrungen aus der Terraristik und auf eigener Haltung. Den Schutzstatus habe ich bei WISIA, dem Informationssystem des Bundesamts für Naturschutz, geprüft.

Wenn dir ein Fehler auffällt, sag mir gern Bescheid, auf Instagram oder an poststelle@kunstspuren.com.

Alle Artenporträts   Zur Bestandsliste