Artenporträt · Asseln
Porcelliohoffmannseggii
Bis zu vier Zentimeter lang, mit kräftigen Fühlern und langen Schwanzanhängen: Die Titanassel aus Südspanien gehört zu den größten Landasseln der Welt. Bei mir lebt sie in zwei Farben, als graue Wildform und als leuchtende Zuchtform „Orange“.
Kurzdaten
Steckbrief
- Name
- Porcellio hoffmannseggii Brandt, 1833
- Schreibweise
- im Hobby oft mit nur einem i am Ende, also hoffmannseggi
- Trivialname
- Titanassel
- Einordnung
- Asseln (Isopoda) · Familie Porcellionidae
- Herkunft
- Süden der Iberischen Halbinsel, Marokko und die Balearen
- Größe
- bis etwa 4 cm, eine der größten Landasseln überhaupt
- Formen
- die graue Wildform und die Zuchtform „Orange“
- Geschlechter
- Männchen mit deutlich längeren Uropoden
- Schutzstatus
- nicht geschützt
Erkennen
Ein Riese unter den Asseln
Die Wildform ist dunkelgrau bis fast schwarz, oft mit bräunlichen Tönen und einem schmalen hellen Saum am Körperrand. Die Fühler sind lang und kräftig. Vor allem große Männchen mit ihren langen Schwanzanhängen, den Uropoden, sind eine beeindruckende Erscheinung.
Nicht verwechseln: Platyarthrus hoffmannseggii ist eine ganz andere, winzige Assel, die in Ameisennestern lebt. Abgekürzt heißen beide „P. hoffmannseggii“.
Farbform
„Orange“: gleiche Art, gleiche Pflege
Die Zuchtform „Orange“ ist durch und durch orangefarben, fein gekörnt und wird kaum kleiner als die Wildform, bis etwa 3,5–4 cm. Sonst unterscheidet sie sich nicht: Klima, Einrichtung, Futter und Vermehrung sind genau dieselben. Alles auf dieser Seite gilt also für beide.
Wer die Farbe erhalten möchte, hält „Orange“ getrennt von der Wildform. Sonst sehen die Nachkommen nach wenigen Generationen wieder grau aus.
Klima
Temperatur, Feuchte, Licht
Als Assel aus dem trockenen Süden Spaniens braucht sie vor allem eines: Luft. Große Belüftungsflächen und ein überwiegend trockener Boden mit einer feuchten Ecke sind wichtiger als jeder Sprühstoß.
Einrichtung & Futter
Trocken, luftig, nahrhaft
Bodengrund: Laubhumus mit weißfaulem Holz, Laub und Kalk. Überwiegend trocken, mit einer feuchten Moosecke als Rückzugsort, besonders zur Häutung.
Futter: Laub, weißfaules Holz, Flechten und Moos als Grundlage, dazu Gemüse, Fischflocken als Eiweiß und immer Sepia.
Becken: Für so große Tiere darf es etwas mehr Platz sein, und Belüftung geht vor.
Vermehrung
Geduld mit den Riesen
Titanasseln vermehren sich eher saisonal, und die Zahl der Jungtiere ist überschaubar. Bis eine Zucht richtig anläuft, kann es deshalb dauern. Das gilt für die Wildform genauso wie für „Orange“.
Häutung: in zwei Hälften, am liebsten in der feuchten Ecke. Mehr dazu unter Häutung verstehen.
Grundlagen
Worauf die Angaben beruhen
Die Angaben zur Art stammen aus der Fachliteratur, die Haltungswerte aus Erfahrungen der Asselhaltung und eigener Haltung.
- Wikipedia (englisch): Porcellio hoffmannseggii (Verbreitung, Größe, Schreibweise)
- WISIA des Bundesamts für Naturschutz (Schutzstatus)
Ich bin kein Biologe, sondern halte diese Tiere aus Leidenschaft. Wenn dir ein Fehler auffällt, sag mir gern Bescheid, auf Instagram oder an poststelle@kunstspuren.com.