Mario Sickert

Artenporträt · Vogelspinnen

Grammostolapulchra


Tiefschwarz wie Samt, kräftig und die Ruhe selbst: Die Brasilianische Schwarze Vogelspinne gehört zu den gelassensten Vogelspinnen überhaupt. Sie wächst sehr langsam, wird dafür aber sehr alt. Bei mir lebt Nyx.

Im Bestand
Nyx
Wesen
sehr ruhig
Zeichnung einer kräftigen, ganz schwarzen Vogelspinne mit dicht behaarten Beinen
Illustration, KI-generiert · Grammostola pulchra

Kurzdaten

Steckbrief

Name
Grammostola pulchra Mello-Leitão, 1921
Trivialname
Brasilianische Schwarze Vogelspinne; englisch Brazilian Black
Einordnung
Vogelspinnen (Theraphosidae) · Theraphosinae
Herkunft
Süden Brasiliens und Uruguay, offenes Grasland und Waldränder
Lebensweise
Bodenbewohner, gräbt in jungen Jahren gern
Größe
kräftig gebaut, Beinspannweite um 15 cm
Wachstum
sehr langsam, bis zur Geschlechtsreife vergehen viele Jahre
Lebenserwartung
Weibchen 20 Jahre und mehr
Schutzstatus
nicht geschützt

Fachbegriffe wie Carapax, Chelizeren oder Bulbus erklärt die Legende, was bei einer Häutung passiert, steht unter Häutung verstehen.

Erkennen

Schwarz, ohne jede Zeichnung

Die ganze Spinne ist einheitlich tiefschwarz, nach einer Häutung mit samtigem Glanz. Anders als bei vielen anderen Arten gibt es keine farbigen Knie oder Streifen. Der Körper ist massig, die Beine sind dick und dicht behaart.

Klima

Subtropisch, nicht tropisch

22–26 °C
Temperatur
nachts ruhig auf 18–20 °C
60–70 %
Luftfeuchte
nicht dauerhaft nass
Tageslicht
Licht
keine direkte Sonne

Sie stammt nicht aus dem Regenwald, sondern aus den Subtropen. Zu warm und zu nass ist deshalb der häufigste Fehler. Eine etwas kühlere Phase im Winter entspricht ihrem natürlichen Jahreslauf.

Einrichtung

Platz für einen Brocken

Becken: für ein erwachsenes Tier etwa ab 30 × 30 × 30 cm, besser etwas größer, denn sie ist sehr massig. Geringe Höhe, damit ein Sturz glimpflich ausgeht.

Bodengrund: 10 bis 15 cm grabfähiger Bodengrund, bei mir mein Assel- und Käfersubstrat. Dazu eine halb eingegrabene Korkröhre, etwas Laub und ein flacher Wassernapf.

Ernährung

Nicht überfüttern

Sie ist eine gute Fresserin und neigt dazu, zu dick zu werden. Erwachsene bekommen alle drei bis vier Wochen Futter, etwa Grillen, Heimchen oder Schokoschaben. Als Faustregel sollte der Hinterleib nicht deutlich breiter als der Vorderkörper werden.

Verhalten

Gelassen und zeigefreudig

Größere Tiere sitzen oft ruhig außerhalb ihrer Höhle. Sie ist wenig schreckhaft, beißt so gut wie nie und streift Brennhaare seltener ab als viele andere Arten. Trotzdem bleibt sie ein Tier zum Beobachten.

Gut zu wissen: Ihre nahe Verwandte, die Chilenische Rosenvogelspinne Grammostola rosea, steht seit März 2026 in CITES Anhang II. Für diese Art gilt das nicht, sie ist weiterhin nicht geschützt. Beim Kauf lohnt sich trotzdem ein genauer Blick auf den Namen, denn im Handel werden Grammostola-Arten gern verwechselt.

Grundlagen

Worauf die Angaben beruhen

Die Werte sind Richtwerte. Sie stützen sich auf die folgenden Quellen sowie auf eigene Haltung und können von Tier zu Tier abweichen.

  • World Spider Catalog, Grammostola pulchra Mello-Leitão, 1921
  • CITES CoP20 (2025): Aufnahme von Grammostola rosea in Anhang II, gültig ab 5. März 2026
  • WISIA des Bundesamts für Naturschutz (Schutzstatus)

Ich bin kein Biologe, sondern halte diese Tiere aus Leidenschaft. Wenn dir ein Fehler auffällt, sag mir gern Bescheid, auf Instagram oder an poststelle@kunstspuren.com.

Alle Artenporträts   Zur Bestandsliste