Pflanzenporträt · Hundsgiftgewächse
Hoyaspec.
Dicke, wachsartige Blätter und Dolden aus sternförmigen Blüten, die aussehen wie aus Porzellan: Das ist die Porzellanblume. Welche Hoya ich genau habe, ist offen, deshalb steht hier die Gattung. Die Abbildung zeigt beispielhaft die bekannteste Art, Hoya carnosa.
Kurzdaten
Steckbrief
- Name
- Hoya spec., die Art ist bei meiner Pflanze nicht bestimmt
- Trivialname
- Porzellanblume, Wachsblume, englisch Wax Plant
- Familie
- Hundsgiftgewächse (Apocynaceae), Unterfamilie Seidenpflanzengewächse (Asclepiadoideae)
- Gattung
- über 500 Arten; Typusart ist Hoya carnosa
- Herkunft
- tropisches und subtropisches Asien und westpazifische Inseln, bis in den Norden Australiens
- Wuchs
- meist Kletterpflanzen, die in der Natur auf Bäumen (epiphytisch) oder auf Fels wachsen; die Triebe winden, bilden zum Teil Luftwurzeln und führen weißen Milchsaft
- Blätter
- dick, ledrig oder fleischig, je nach Art oval, eiförmig oder lanzettlich
- Blüten
- wachsartig, in Dolden, mit fünf Zipfeln und einem auffälligen Ring in der Mitte
- Giftig
- bei Hoya carnosa für Hunde und Katzen ungiftig, einzelne Arten sind für Weidetiere giftig
Erkennen
Warum ich nur die Gattung angebe
Die Gattung ist so groß, dass sich die Arten schwer auseinanderhalten lassen, und im Handel steht oft nur „Hoya“ auf dem Etikett. Ohne sicheres Merkmal führe ich meine Pflanze deshalb als Hoya spec. Benannt hat die Gattung 1810 der Botaniker Robert Brown, nach dem Gärtner Thomas Hoy.
Standort
Temperatur, Feuchte, Licht
Die Pflanze mag es hell und warm, verträgt pralle Sonne aber schlecht. Bei zu wenig Licht blüht sie unter Umständen nicht, wächst aber trotzdem. Zugluft und große Temperatursprünge sollte sie nicht bekommen.
Pflege
Gießen, Düngen, Blüte, Vermehren
Substrat: locker und durchlässig, nicht zu nährstoffreich, mit Abzugsloch im Topf.
Gießen: von März bis Oktober regelmäßig, aber mäßig, und erst wenn die Erde wirklich trocken ist. Staunässe vermeiden. Im Winter seltener gießen.
Düngen: nur in der Wachstumszeit, etwa alle drei bis vier Wochen. Im Winter nicht.
Umtopfen: erst, wenn die Wurzeln den Topf ausfüllen, am besten im Februar oder März. Ältere Pflanzen vertragen es nicht gut, deshalb nur, wenn es nötig ist.
Blüte: sie blüht von Mai bis September. In dieser Zeit den Standort möglichst nicht ändern, sonst werfen die Pflanzen Knospen und Blüten ab. Verblühte Blütenstände nicht abschneiden, an ihnen bilden sich neue Knospen.
Vermehren: im Frühjahr etwa 10 cm lange, leicht verholzte Triebstücke nehmen, die unteren Blattpaare entfernen und in feuchte Anzuchterde stecken, hell und ohne direkte Sonne.
Wichtig
Giftigkeit je nach Art
Für Hoya carnosa nennt die Tierschutzorganisation ASPCA die Pflanze für Hunde und Katzen ungiftig. Bei der großen Gattung gilt das nicht automatisch für jede Art: Von Hoya australis sind Vergiftungen bei Schafen in Australien bekannt. Da meine Art nicht bestimmt ist, gehört die Pflanze vorsichtshalber trotzdem außer Reichweite von Haustieren und kleinen Kindern. Der weiße Milchsaft tritt bei Verletzungen aus.
Grundlagen
Worauf die Angaben beruhen
Die Werte sind Richtwerte aus Pflanzenlexika und Gartenseiten, dazu kommt eigene Pflege. Sie beziehen sich vor allem auf Hoya carnosa und können bei anderen Arten abweichen.
- Wikipedia, Eintrag Hoya (Familie, Artenzahl, Wuchs, Blüten, Namensgebung, Giftigkeit)
- NC State Extension Plant Toolbox, Hoya (Herkunft, Artenzahl, Wuchs, Licht, Wasser)
- Utopia, Porzellanblume pflanzen und pflegen (Temperatur, Gießen, Düngen, Umtopfen, Blüte)
- Gartenjournal, Porzellanblume (Stecklinge, Licht, Temperatur)
- ASPCA, Wax Plant (Giftigkeit für Hunde und Katzen)
Dazu kommt der Rat von Avventura Plants. Sie steht mir bei Fragen zu Pflanzen immer wieder zur Verfügung und erklärt mir geduldig vieles.
Ich bin kein Biologe, sondern halte diese Tiere und Pflanzen aus Leidenschaft. Wenn dir ein Fehler auffällt oder du Erfahrungen hast, sag mir gern Bescheid, auf Instagram oder an poststelle@kunstspuren.com.