Mario Sickert

Pflanzenporträt · Akanthusgewächse

Fittoniaalbivenis


Ein Blattmuster wie ein feines Netz: Die Mosaikpflanze ist ein kleiner, flacher Bodendecker für feuchte Becken. Bei mir wächst sie in verschiedenen Farbformen in mehreren Becken, im Moment vor allem bei den Vogelspinnen.

Im Bestand
verschiedene Farbformen
Aktuell
in Vogelspinnenbecken
Botanische Zeichnung einer Mosaikpflanze mit grünen Blättern, weißem Adernetz und kleinem Blütenstand
Illustration, KI-generiert · Fittonia albivenis

Kurzdaten

Steckbrief

Name
Fittonia albivenis (Lindl. ex Veitch) Brummitt
Trivialnamen
Mosaikpflanze, Silbernetzblatt, Fittonie
Familie
Akanthusgewächse (Acanthaceae)
Herkunft
tropische Regenwälder Südamerikas, etwa Kolumbien, Peru, Bolivien und Nordbrasilien
Wuchs
kriechender Bodendecker, bewurzelt sich an den Knoten
Größe
meist 10–15 cm hoch, breitet sich flächig aus
Farbformen
Adern weiß, rosa oder rot, im Handel oft als Argyroneura- oder Verschaffeltii-Gruppe
Giftigkeit
gilt als ungiftig
Schutzstatus
nicht geschützt

Erkennen

Ein Netz aus Adern

Die Blätter sind oval und dunkelgrün, darüber liegt ein feines Netz aus hellen Adern. Je nach Sorte sind die Adern weiß, rosa oder kräftig rot. Die Stängel liegen flach am Boden und schlagen an den Knoten neue Wurzeln.

Standort

Temperatur, Feuchte, Licht

20–26 °C
Temperatur
keine Kälte, keine Zugluft
70–95 %
Luftfeuchte
liebt feuchte Luft
hell
Licht
indirekt, verträgt auch Schatten

Auf der Fensterbank kümmert sie oft, weil die Luft zu trocken ist. Im feuchten Becken dagegen fühlt sie sich richtig wohl. Direktes, starkes Licht verbrennt die zarten Blätter.

Pflege

Nie ganz austrocknen lassen

Gießen: gleichmäßig leicht feucht, wie ein ausgedrückter Schwamm. Der Boden darf nie ganz austrocknen, Staunässe mag sie aber auch nicht.

Substrat: locker und humos. Sie wurzelt flach, einige Zentimeter reichen.

Düngen: In einem eingelaufenen Becken mit Springschwänzen und Asseln versorgt sie sich meist selbst. Mehr dazu unter Bodenleben.

Vermehren: Triebe mit einem Knoten bewurzeln leicht in feuchtem Substrat.

Im Becken

Kleine Pflanze, großer Nutzen

Als flacher Bodendecker wächst sie gut unter größeren Pflanzen und hält die Feuchtigkeit am Boden. Darunter finden Asseln, Springschwänze und Tausendfüßer ein feuchtes Versteck. Weil sie als ungiftig gilt, ist sie auch in Becken mit Tieren eine gute Wahl.

Bei mir wächst sie gerade in Vogelspinnenbecken. Dort braucht sie etwas Glück: Grabende Spinnen räumen die Einrichtung gern um und buddeln sie aus.

Gut zu wissen

Die kleine Dramatikerin

Die Fittonie zeigt sehr deutlich, wenn ihr Wasser fehlt: Dann lässt sie alle Blätter schlaff hängen und sieht aus, als wäre es vorbei. Bekommt sie rechtzeitig Wasser, richtet sie sich meist nach wenigen Stunden wieder auf. Im Englischen nennt man sie deshalb gern „Drama Queen“.

Grundlagen

Worauf die Angaben beruhen

Die Werte sind Richtwerte aus Plants of the World Online (Kew) für Name und Herkunft, aus Pflegeangaben botanischer Gärten und aus eigener Pflege. Jede Pflanze ist ein bisschen anders und zeigt meist selbst am besten, ob es ihr gefällt.

Ich bin kein Biologe, sondern halte diese Tiere aus Leidenschaft. Wenn dir ein Fehler auffällt, sag mir gern Bescheid, auf Instagram oder an poststelle@kunstspuren.com.

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