Pflanzenporträt · Aronstabgewächse
Philodendronhederaceum
Der Klassiker unter den Kletterpflanzen: herzförmige Blätter, schnelles Wachstum und kaum kleinzukriegen. Im Handel heißt er meist noch Philodendron scandens. In meinen Becken rankt er an Rückwänden und Ästen empor und sorgt für Schatten und ein gutes Klima.
Kurzdaten
Steckbrief
- Name
- Philodendron hederaceum (Jacq.) Schott
- Synonyme
- Philodendron scandens, P. oxycardium
- Trivialname
- Kletternder Baumfreund
- Familie
- Aronstabgewächse (Araceae)
- Herkunft
- tropisches Amerika, von Mexiko und der Karibik bis nach Südamerika
- Wuchs
- Kletterpflanze mit Luftwurzeln an den Knoten
- Größe
- Ranken mehrere Meter lang, lässt sich gut zurückschneiden
- Beliebte Sorten
- 'Brasil' mit gelbgrüner Zeichnung, 'Micans' mit samtigen, rötlich schimmernden Blättern
- Giftigkeit
- giftig, enthält Calciumoxalat
- Schutzstatus
- nicht geschützt
Erkennen
Herzblatt mit Luftwurzeln
Die Blätter sind herzförmig mit ausgezogener Spitze, glänzend grün und eher weich. An den Knoten der Ranken bilden sich Luftwurzeln, mit denen sie sich an Rinde und Rückwänden festhält.
Oft wird er mit der Efeutute verwechselt. Ein gutes Unterscheidungsmerkmal sind die Niederblätter: Beim Philodendron umhüllt ein schmales Hüllblatt jedes neue Blatt beim Austrieb und vertrocknet danach. Außerdem sind seine Blätter weicher und gleichmäßiger herzförmig.
Standort
Temperatur, Feuchte, Licht
Er wächst auch an schattigeren Plätzen, dann aber langsamer. Pralle Sonne oder eine starke Lampe direkt über dem Blatt verbrennen die Blätter.
Pflege
Klettern lassen, nicht ertränken
Substrat: luftig und locker, etwa mit Rinde und etwas Sphagnum. Feine Blumenerde verdichtet und lässt die Wurzeln ersticken.
Klettern: Darf er an rauem Kork oder einer strukturierten Rückwand nach oben wachsen, werden die Blätter größer. Hängt er nur herab, bleiben sie klein.
Gießen: Die obere Schicht darf zwischendurch antrocknen. Werden die unteren Blätter gelb und der Stängel weich, ist es zu nass.
Düngen: In einem eingelaufenen Becken mit Springschwänzen und Asseln versorgt er sich meist selbst. Mehr dazu unter Bodenleben.
Vermehren: ganz einfach über Stecklinge mit ein, zwei Knoten, im Wasserglas oder auf feuchtem Moos. Nach zwei bis drei Wochen zeigen sich neue Wurzeln.
Im Becken
Die Allzweckpflanze
Er ist robust, wächst schnell, schafft Schatten und Verstecke und hält das Klima im Becken stabil. Für Vogelspinnen, Skorpione, Asseln und Tausendfüßer ist er ein idealer Mitbewohner, denn sie lassen die Blätter in Ruhe.
Giftig: Wie alle Aronstabgewächse enthält er Calciumoxalat. Für Hunde, Katzen und Tiere, die Pflanzen fressen, ist er giftig. Nach dem Schneiden die Hände waschen.
Grundlagen
Worauf die Angaben beruhen
Die Werte sind Richtwerte aus Pflegeerfahrungen mit dem Baumfreund, aus Plants of the World Online (Kew) für Name und Herkunft und aus eigener Pflege. Jede Pflanze ist ein bisschen anders und zeigt meist selbst am besten, ob es ihr gefällt.
Ich bin kein Biologe, sondern halte diese Tiere aus Leidenschaft. Wenn dir ein Fehler auffällt, sag mir gern Bescheid, auf Instagram oder an poststelle@kunstspuren.com.