Pflanzenporträt · Maulbeergewächse
Ficuselastica
Ein Gummibaum, der aussieht, als hätte jemand Farbe über seine Blätter getupft: Creme, Hellgrün, dunkle Sprenkel und an jungen Blättern ein zarter Rosaton. Kein Blatt gleicht dem anderen. Die Sorte heißt 'Shivereana'.
Kurzdaten
Steckbrief
- Name
- Ficus elastica 'Shivereana'
- Sorte
- Zuchtform mit marmorierten Blättern, im Handel auch als 'Shivereana Moonshine'
- Art
- Gummibaum
- Familie
- Maulbeergewächse (Moraceae)
- Herkunft der Art
- tropisches Süd- und Südostasien, von Nordostindien bis Malaysia und Indonesien
- Wuchs
- aufrecht, verzweigt sich nach einem Rückschnitt
- Größe
- in der Wohnung bis etwa 2,5 m
- Giftig
- ja, der Milchsaft reizt die Haut und ist für Haustiere giftig
Erkennen
Jedes Blatt ein Unikat
Die Blätter sind dick, ledrig und glänzend, wie man es vom Gummibaum kennt. Bei 'Shivereana' sind sie jedoch in Creme, Weiß und hellen Grüntönen marmoriert und mit dunkelgrünen Sprenkeln übersät. Manchmal ist die helle Zeichnung fein getupft, manchmal großflächig.
Neue Blätter wachsen aus einer rötlichen Hülle an der Triebspitze, und auch die Stiele schimmern oft rosa. Wie alle meine Pflanzen hat auch dieser Gummibaum seine kleinen Eigenheiten, die in keinem Katalog stehen würden. Mehr dazu unter Zweite Chance.
Standort
Temperatur, Feuchte, Licht
Licht ist bei dieser Sorte das Wichtigste. Steht sie zu dunkel, verblasst die schöne Marmorierung. Pralle Mittagssonne dagegen kann die hellen Blattteile verbrennen.
Pflege
Gießen, Düngen, Abwischen
Gießen: erst, wenn die oberen zwei bis drei Zentimeter der Erde trocken sind. Staunässe führt schnell zu Wurzelfäule.
Substrat: gut durchlässige Zimmerpflanzenerde, gern mit etwas mineralischem Anteil.
Düngen: in der Wachstumszeit etwa einmal im Monat.
Blätter: ab und zu mit einem feuchten Tuch abwischen. Staub nimmt ihnen Licht und Glanz.
Jahreslauf
Ruhiger im Winter
In den dunklen Monaten wächst er langsamer und braucht weniger Wasser. Kälte, Zugluft oder ein plötzlicher Standortwechsel beantwortet ein Gummibaum gern mit Blattfall. Trockene Heizungsluft lockt Spinnmilben und Schildläuse an, deshalb lohnt ein Blick auf die Blattunterseiten.
Schneiden & Vermehren
Aus einem werden zwei
Ein Rückschnitt regt die Verzweigung an, der Gummibaum wird buschiger. Die abgeschnittenen Triebspitzen lassen sich als Stecklinge in Wasser oder Erde bewurzeln. Beim Schneiden tritt weißer Milchsaft aus, deshalb am besten mit Handschuhen arbeiten.
Wichtig
Vorsicht, Milchsaft
Der klebrige Milchsaft kann Haut und Augen reizen und ist für Haustiere giftig. Die Pflanze gehört deshalb außer Reichweite von Kindern und Tieren, und nach dem Schneiden oder Umtopfen wäscht man sich die Hände.
Gut zu wissen
Woher der Gummibaum seinen Namen hat
Aus dem Milchsaft des Gummibaums wurde früher tatsächlich Kautschuk gewonnen. Später lief ihm der südamerikanische Kautschukbaum Hevea brasiliensis den Rang ab. Der Name ist geblieben, genau wie der Artname elastica.
Grundlagen
Worauf die Angaben beruhen
Die Werte sind Richtwerte aus Pflegeerfahrungen mit Gummibäumen und aus eigener Pflege. Jede Wohnung ist anders, die Pflanze zeigt meist selbst am besten, ob es ihr gefällt.
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