Pflanzenporträt · Aronstabgewächse
Alocasia'Dragon's Breath'
Lange, schmale, speerförmige Blätter in silbrigem Grün, die aus einem kriechenden Rhizom wachsen: Die „Dragon’s Breath“ ist eine Sorte für alle, die es etwas schlanker und eleganter mögen als bei der breitblättrigen Verwandtschaft.
Kurzdaten
Steckbrief
- Name
- Alocasia 'Dragon's Breath'
- Einordnung
- Handelssorte, nach Angaben mehrerer Seiten eine Sorte von Alocasia heterophylla; eingeführt von Silver Krome
- Familie
- Aronstabgewächse (Araceae)
- Gattung
- etwa 91 anerkannte Arten in den Tropen und Subtropen Asiens und im Osten Australiens; sie wachsen aus Rhizomen oder Knollen
- Stammart
- Alocasia heterophylla ist auf den Philippinen heimisch, auf Luzon, Mindanao und Polillo, meist auf kalkreichem Boden in Strandnähe in etwa 29 bis 200 m Höhe
- Blätter
- bei der Sorte lang, speerförmig und silbergrün; die Stammart hat meist drei bis fünf Blätter, deren Form stark schwankt
- Größe
- die Stammart etwa 50 cm; im Zimmer nennt eine Händlerseite etwa 50 cm Höhe und 40 cm Breite
- Wuchs
- aus einem kriechenden Spross, an dem sich Ableger bilden
- Giftig
- ja, enthält Calciumoxalat
Herkunft
Eine Sorte mit Waldvorfahren
In der Natur wächst die Stammart im warmen, feuchten Tiefland, unter dem Schatten der Bäume. Das erklärt, warum die Sorte Wärme, hohe Luftfeuchte und helles, aber gefiltertes Licht mag. Für die Sorte selbst gibt es kaum Fachliteratur, die Werte unten stammen deshalb aus Händlerangaben und aus dem, was für die Gattung gut belegt ist.
Standort
Temperatur, Feuchte, Licht
Gefiltertes Licht oder leichter Schatten passt, anhaltende pralle Sonne sollte sie nicht bekommen.
Pflege
Feucht, aber niemals nass
Substrat: locker, luftig und gut durchlässig, aber so, dass es etwas Feuchte hält. Eine Mischung aus organischen und mineralischen Anteilen ist günstig.
Gießen: erst wieder, wenn das Substrat etwas abgetrocknet ist (die Händlerangabe: um etwa ein Fünftel bis ein Drittel), dann gründlich, sodass die ganze Erde nass wird, und das Wasser danach abtropfen lassen. Staunässe lässt das Rhizom faulen.
Düngen: Alocasien sind Starkzehrer und brauchen das ganze Jahr ihren Dünger, auch im Winter.
Rhizom und Vermehren: das Rhizom ist der Nährstoffspeicher der Pflanze. Beim Umtopfen lassen sich kleine Rhizome absammeln, aus ihnen wachsen neue Pflanzen. Außerdem kann man bewurzelte Ableger vom kriechenden Spross lösen und einzeln eintopfen, danach warm halten, bis sie angewachsen sind. Im Handel stammen die meisten Pflanzen aus Gewebekultur (TC), solche Pflanzen haben anfangs noch kein Rhizom.
Jahreslauf
Wenn die Blätter fallen
Ein älteres Blatt darf nach und nach gelb werden und abfallen. Verliert die Pflanze dagegen alle Blätter, stimmt etwas nicht, auch im Winter. Dann prüfe ich der Reihe nach das Rhizom (fest und hell oder weich und faulig), die Wassergaben, die Temperatur, das Licht, den Dünger und die Blattunterseiten auf Schädlinge.
Wichtig
Giftig
Die Pflanze enthält Calciumoxalat-Kristalle und ist für Katzen, Hunde und Menschen giftig, wenn man sie kaut. Sie reizen Mund, Haut und Augen. Außer Reichweite von Kindern und Haustieren halten, und nach dem Umtopfen die Hände waschen.
Grundlagen
Worauf die Angaben beruhen
Zur Sorte gibt es kaum Fachliteratur. Die Werte beruhen auf Händlerangaben, auf dem, was für die Gattung gut belegt ist, und auf eigener Pflege. Jede Pflanze ist ein bisschen anders und zeigt meist selbst am besten, ob es ihr gefällt.
- Wikipedia, Eintrag Alocasia (Familie, Artenzahl, Verbreitung, Rhizome, Giftigkeit)
- Wikipedia, Eintrag Alocasia heterophylla (Verbreitung, Wuchs, Blattform)
- Aroidpedia, Alocasia heterophylla ‘Dragon’s Breath’ (Einordnung der Sorte)
- Händlerseite zur Sorte (Größe, Licht, Temperatur, Luftfeuchte, Gießen, Substrat, Vermehren; nicht überprüft)
Dazu kommt der Rat von Avventura Plants. Sie steht mir bei Fragen zu Pflanzen immer wieder zur Verfügung und erklärt mir geduldig vieles.
Ich bin kein Biologe, sondern halte diese Tiere und Pflanzen aus Leidenschaft. Wenn dir ein Fehler auffällt oder du Erfahrungen hast, sag mir gern Bescheid, auf Instagram oder an poststelle@kunstspuren.com.