Mario Sickert

Artenporträt · Schaben

Gynalurida


Klein, glatt und blass wie Porzellan: Die Porzellanschaben der Gattung Gyna kommen aus Afrika. Dieses Porträt beschreibt Gyna lurida mit ihrer gelben Form. Die Art lebt nicht bei mir, alle Angaben stammen aus Quellen. Beide Geschlechter haben Flügel und fliegen, der Deckel muss dicht sein.

Im Bestand
Nicht im Bestand
Herkunft
Afrika (gelbe Form: Tansania)
Zeichnung einer kleinen geflügelten Schabe von oben: glatter ovaler Körper in blassem Elfenbein bis Ockergelb, durchscheinende Flügeldecken und zwei lange Fühler
Illustration, KI-generiert · Gyna lurida

Kurzdaten

Steckbrief

Name
Gyna lurida Saussure, 1899
Trivialnamen
Porzellanschabe; englisch porcelain cockroach, die gelbe Form auch yellow porcelain
Zuordnung
Der Name Porzellanschabe wird für mehrere Arten der Gattung Gyna benutzt. Dieses Porträt beschreibt G. lurida; dass jeder Halter diese Art meint, ist nicht belegt.
Einordnung
Schaben (Blattodea) · Familie Blaberidae · Unterfamilie Gyninae · Gattung Gyna mit etwa 31 anerkannten Arten, alle aus Afrika
Herkunft
Afrika; die gelbe Form wird mit Tansania angegeben
Größe
bis etwa 3 cm
Flügel
beide Geschlechter geflügelt und flugfähig
Lebenserwartung
Erwachsene der Gattung leben nach einem Halterbericht etwa 4 bis 5 Monate, Weibchen meist länger
Verwendung
Pflegling
Schutzstatus
nicht geprüft

Erkennen

Blass wie Porzellan

Die gelbe Form ist hell elfenbein- bis ockerfarben, die Färbung gilt laut Händler als stabil, bei Wärme wirkt sie heller. Bei anderen Arten der Gattung heißen die Tiere rosa (G. capucina), mit gescheckter Zeichnung (G. bisannulata) oder chromfarben (G. caffrorum). Die Unterschiede sieht man von Art zu Art, und in der Terraristik werden die Namen nicht einheitlich verwendet.

Klima

Temperatur und Feuchte

19–32 °C
Temperatur
Quellen schwanken stark
50–60 %
Luftfeuchte
nur etwa ein Fünftel feucht
bis 3 cm
Größe
gelbe Form

Hier gehen die Quellen auseinander. Ein Händler gibt für die gelbe Form etwa 19 bis 25 °C an, ein Halterbericht nennt für die Zucht der Gattung 27 bis 32 °C und sagt, manche häufige Arten brüteten auch bei etwa 24 °C. Als Feuchte werden etwa 50 bis 60 Prozent genannt, mit einem Fünftel des Behälters feucht. Viele Halter bieten ein Feuchtegefälle an. Ich würde mit dem kühleren Bereich beginnen und beobachten.

Einrichtung

Ausbruchsschutz ist Pflicht

Erwachsene klettern an glatten Flächen, Nymphen nur dort, wo sie Halt finden, und beide Geschlechter fliegen. Der Behälter braucht deshalb einen dicht schließenden Deckel bei mäßiger bis guter Belüftung. Nymphen und teils Erwachsene graben sich ein.

Substrat: mindestens 5 cm ungedüngter Torf oder Kokosfaser, gemischt mit zerkleinertem Laub und etwas Sand. Verstecke: Eierkartons, Korkrinde oder harte Rinde.

Ernährung

Allesfresser

Genannt werden Obst, Grünzeug, Gemüse, Fischflocken, morsches Holz oder Laub und Trockenfutter für Katzen oder Hunde. Erwachsene mögen frisches Obst wie Apfel und Banane besonders. Bei Futtermangel fressen größere Arten der Gattung einander schnell.

Vermehrung

Lebendgebärend, einmal im Leben

Für die Gattung beschreibt ein Halterbericht: Die Weibchen tragen die Eipakete im Körper, manchmal mehr als 100 Eier, und setzen die Nymphen über einige Monate in mehreren kleinen Würfen ab. Offenbar bildet ein Weibchen nur ein Eipaket im Leben, Stress kann zum Abbruch führen, Gedränge stresst die Weibchen. Nymphen brauchen etwa 4 bis 6 Monate bis zur Reife, die Männchen werden meist zuerst erwachsen. Einige Arten der Gattung wurden nach demselben Bericht noch nie erfolgreich nachgezogen. Für G. lurida habe ich keine eigenen Zahlen gefunden.

Grundlagen

Worauf die Angaben beruhen

Die Einordnung stammt aus der Wikipedia-Übersicht der Gattung, die Haltungsangaben aus einem Halterbericht zur Gattung und von einer Händlerseite zur gelben Form. Wo die Quellen sich widersprechen oder nur für die Gattung gelten, steht das im Text.

Ich bin kein Biologe, sondern Hobbyhalter. Dieses Porträt beschreibt eine Art, die ich nicht selbst halte. Wenn dir ein Fehler auffällt, sag mir gern Bescheid, auf Instagram oder an poststelle@kunstspuren.com.

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