Mario Sickert

Pflanzenporträt · Pfeffergewächse

Peperomia caperata 'Rosso'


Tief gerippte Blätter mit silbrigem Schimmer, rote Stiele und eine knallrote Blattunterseite: Diese Peperomia ist bei mir als „Peperomia“ eingezogen. Nach dem Aussehen ordne ich sie als Riffelblättrigen Zwergpfeffer der Sorte 'Rosso' ein.

Im Bestand
neu eingezogen
Einordnung
nach Aussehen
Giftig
gilt als ungiftig
Zeichnung einer Peperomia caperata 'Rosso' als kompakte Rosette mit tief gerippten, silbrig grünen Blättern, roter Blattunterseite, langen Blütenkolben und einem Blattsteckling
Illustration, KI-generiert · Peperomia caperata 'Rosso'

Kurzdaten

Steckbrief

Name
Peperomia caperata 'Rosso', Riffelblättriger Zwergpfeffer, englisch Emerald Ripple Peperomia
Einordnung
Sorte der Art Peperomia caperata. Auf dem Etikett steht nur „Peperomia“, die Zuordnung zu P. caperata 'Rosso' beruht auf dem Aussehen
Familie
Pfeffergewächse (Piperaceae)
Herkunft der Art
Brasilien
Wuchs
kompakt und buschig, immergrün, bis etwa 20 cm hoch und breit
Blätter
herzförmig, tief gerippt, Oberseite grün bis graugrün, Unterseite rot bis purpurn
Blüte
schmale Kolben, die über das Laub hinausragen und wenig auffällig sind
Giftigkeit
gilt als ungiftig für Menschen, Hunde und Katzen
Schutzstatus
nicht geschützt

Erkennen

Geriffelt, silbrig, rot unterlegt

Die Blätter sind herzförmig bis oval und tief gerippt, die Adern liegen wie eingesenkt zwischen den Wellen. Daher kommt der Artname „caperata“, lateinisch für runzelig. Die Oberseite ist dunkel graugrün mit einem feinen, silbrigen Schimmer, die Unterseite und die Stiele sind kräftig rot.

Aus der Mitte wachsen lange, schmale Blütenkolben, die bei mir deutlich über das Laub ragen. Sie sind unscheinbar, aber ein typisches Merkmal der Gattung.

Warum 'Rosso'? Auf dem Etikett stand nur „Peperomia“. Gerippte Blätter, silbriger Glanz und die rote Unterseite sprechen für Peperomia caperata in der Sorte 'Rosso'. Eine sichere Sortenbestimmung ist nach einem Foto nicht möglich, deshalb steht die Zuordnung hier als Einordnung nach dem Aussehen.

Peperomia caperata 'Rosso' im hellgrauen Topf mit tief gerippten, silbrig grünen Blättern, roten Stielen und mehreren langen Blütenkolben
Peperomia caperata 'Rosso'Meine Pflanze von oben, mit den Blütenkolben. Eigene Aufnahme.
Nahaufnahme der gerippten, silbrig schimmernden Blätter einer Peperomia caperata 'Rosso' mit roten Blattunterseiten
Peperomia caperata 'Rosso'Nahaufnahme: die Rippung und die rote Unterseite. Eigene Aufnahme.

Nahaufnahme

Rippung und Unterseite

Die Oberfläche wirkt samtig und leicht bereift. Wo sich ein Blatt aufrollt oder hochsteht, zeigt sich die rote Unterseite. Das ist bei dieser Sorte normal und ein guter Hinweis darauf, dass die Pflanze genug Licht bekommt.

Standort

Temperatur, Feuchte, Licht

18–24 °C
Temperatur
nicht unter etwa 15 °C, keine kalte Zugluft
mittel bis hoch
Luftfeuchte
kommt auch mit normaler Zimmerluft zurecht
hell
Licht
viel indirektes Licht, keine pralle Sonne

Ein heller Platz ohne direkte Sonne passt. Pralle Sonne kann die Blätter verbrennen. Dunkler Stand lässt die Pflanze lockerer wachsen, die Rippung bleibt aber erhalten. Zugluft und plötzliche Temperaturwechsel mag sie nicht.

Pflege

Gießen und Vermehren

Substrat: locker und durchlässig, zum Beispiel Blumenerde mit Bims, Perlit oder Blähton. Die Wurzeln sind fein und brauchen Luft.

Gießen: erst gießen, wenn die oberste Schicht trocken ist, im Winter noch zurückhaltender. Staunässe ist der häufigste Fehler. Die dicken Blätter speichern Wasser, lieber etwas zu wenig als zu viel.

Düngen: von Frühjahr bis Herbst etwa alle vier Wochen in halber Dosis, im Winter seltener.

Vermehren: Blattstecklinge (ganze Blätter mit Stiel oder Stücke mit einer Ader) oder Kopfstecklinge von 5 bis 8 cm. Abtrocknen lassen, in durchlässige Erde setzen, hell und feucht halten. Wurzeln bilden sich nach einigen Wochen.

Wichtig

Gilt als ungiftig

Die Pflanze gilt als nicht giftig für Menschen, Hunde und Katzen. Gegessen werden soll sie trotzdem nicht, weil Zimmerpflanzen mit Pflanzenschutzmitteln behandelt sein können. Im Becken können Schnecken, Asseln und Tausendfüßer an den weichen Blättern knabbern.

Grundlagen

Worauf die Angaben beruhen

Die Angaben beruhen auf Pflanzenseiten zu Peperomia caperata und der Sorte 'Rosso' und auf eigener Pflege. Die Einordnung als 'Rosso' stützt sich auf mein Foto und ist nicht durch eine Sortenangabe vom Etikett belegt. Ähnliche Sorten wie 'Quito' oder 'Napoli Nights' lassen sich nach einem Bild nicht sicher trennen.

  • Wikipedia, Peperomia caperata (Herkunft, Wuchs, Blätter, Temperatur)
  • Gardenia, Peperomia 'Rosso' (Blattfarbe, Licht, Gießen, Temperatur, Giftigkeit, Vermehren)
  • Gardentags, Peperomia caperata 'Rosso' (Größe, Substrat, Mindesttemperatur)
  • Plantura, Peperomia allgemein (Düngen, Stecklinge)

Dazu kommt der Rat von Avventura Plants. Sie steht mir bei Fragen zu Pflanzen immer wieder zur Verfügung und erklärt mir geduldig vieles.

Ich bin kein Biologe, sondern halte diese Tiere und Pflanzen aus Leidenschaft. Wenn dir ein Fehler auffällt oder du Erfahrungen hast, sag mir gern Bescheid, auf Instagram oder an poststelle@kunstspuren.com.

Alle Porträts   Zur Bestandsliste