Mario Sickert

Artenporträt · Asseln

Porcellioflavomarginatus


Flink, neugierig und für eine Assel ungewöhnlich tagaktiv: Der Artname bedeutet „gelb gerandet“, und je nach Herkunft leuchten die hellen Partien weiß oder gelb. Die Assel stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum und gilt als pflegeleicht.

Größe
bis etwa 2 cm
Herkunft
Kreta, Griechenland, Türkei
Zeichnung einer dunkelgrauen Assel mit heller Zeichnung auf dem Rücken, dazu Detailskizzen von Fühlern, Beinen und Rückenplatten
Illustration, KI-generiert · Porcellio flavomarginatus

Kurzdaten

Steckbrief

Name
Porcellio flavomarginatus Lucas, 1853
Bedeutung
flavus heißt „gelb“, marginatus „gerandet“, englisch „Yellow-bordered Woodlouse“
Einordnung
Asseln (Isopoda) · Familie Porcellionidae
Herkunft
beschrieben von Kreta; im Hobby gibt es Fundortformen von Kreta, aus Griechenland und aus Datça in der Türkei
Größe
bis etwa 2 cm
Farbe
dunkler Körper mit heller Zeichnung und hellem Rand, je nach Herkunft weiß oder gelb
Aktivität
flink und neugierig, auch tagsüber zu sehen
Schutzstatus
nicht geschützt

Erkennen

Hell gerandet und schnell

Der Körper ist dunkel, die Zeichnung auf dem Rücken und der Rand der Rückenplatten sind hell. Händler beschreiben die Fundortform von Kreta mit gelber Zeichnung, bei Tieren aus Datça in der Türkei ist von gelbem Rand und gelber Zickzackzeichnung die Rede, und im Handel gibt es auch Tiere mit weißen Rändern. Die Angaben der Händler widersprechen sich hier teilweise.

Auffällig ist das Verhalten: Die Tiere sind schnell und laufen oft auch tagsüber über das Substrat, statt sich zu verstecken.

Klima

Temperatur, Feuchte, Licht

17–26 °C
Temperatur
Händlerangabe
45–60 %
Luftfeuchte
etwa ein Drittel des Beckens feucht halten
ohne UV
Licht
normaler Tag-Nacht-Wechsel genügt

Als Mittelmeerart mag sie es mäßig feucht und luftig. Gute Belüftung ist wichtiger als häufiges Sprühen.

Einrichtung & Futter

Luftig, mit feuchter Ecke

Bodengrund: Laubhumus mit weißfaulem Holz, Laub und Kalk. Etwa ein Drittel bleibt feucht, dort liegen Moos, weißfaules Holz und Laub. Der Rest darf antrocknen.

Futter: Laub, weißfaules Holz, Moos und Flechten als Grundlage, dazu Gemüse und Grünzeug. Mindestens zweimal pro Woche Eiweiß, zum Beispiel Fischfutter, und immer Sepia. Laut Händlern frisst sie lieber weniger frisches Laub.

Becken: Gute Belüftung, am besten über große Flächen.

Vermehrung

Gesellig und fruchtbar

Die Art lebt gesellig und vermehrt sich nach Händlerangaben gut, sobald die Kolonie eingewöhnt ist. Die Fortpflanzung ist saisonal, vor allem im Frühjahr und Sommer. Die Tiere wachsen schnell.

Häutung: in zwei Hälften, wie bei allen Asseln. Mehr dazu unter Häutung verstehen.

Grundlagen

Worauf die Angaben beruhen

Name und Erstbeschreibung sind belegt, Größe, Klima und Futter beruhen auf Händlerangaben und eigener Asselhaltung. Zur Farbe der Fundortformen widersprechen sich die Händler leicht.

Ich bin kein Biologe, sondern halte diese Tiere aus Leidenschaft. Wenn dir ein Fehler auffällt, sag mir gern Bescheid, auf Instagram oder an poststelle@kunstspuren.com.

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