Artenporträt · Asseln
Porcelliomagnificus
Der Artname bedeutet „prächtig“, und das passt: Orange mit hellem Rand, bis über drei Zentimeter lang und aus dem trockenen Südspanien. Anders als viele Asseln mag die Prachtassel es trocken und luftig.
Kurzdaten
Steckbrief
- Name
- Porcellio magnificus Dollfus, 1892
- Frühere Einordnung
- zunächst als Unterart von Porcellio hoffmannseggii beschrieben, heute eine eigene Art
- Trivialname
- Prachtassel, im Handel „Magnificent Isopod“
- Einordnung
- Asseln (Isopoda) · Familie Porcellionidae
- Herkunft
- Almería in Südspanien (Händlerangabe)
- Größe
- bis etwa 3,2 cm (Händlerangabe)
- Farbe
- orange, die Seitenränder heller
- Reife
- nach etwa einem Jahr geschlechtsreif, langsam bis normal wachsend (Händlerangabe)
- Schutzstatus
- nicht geschützt
Erkennen
Orange und groß
Der Körper ist kräftig orange, die Seitenränder sind heller. Mit bis zu gut drei Zentimetern gehört sie zu den großen Landasseln.
Die Prachtassel ist nah mit der Titanassel verwandt: Die Datenbank GBIF führt sie als frühere Unterart von Porcellio hoffmannseggii. Dort findest du auch die graue Wildform und die Zuchtform „Orange“ dieser Art.
Klima
Temperatur, Feuchte, Licht
Hobbyautoren zählen sie zu den trockenen Arten, zusammen mit Porcellio spatulatus und Porcellio wagneri. Nasse Füße mag sie nicht: Der Boden bleibt überwiegend trocken, in einer Ecke liegt feuchtes Moos, das nie ganz austrocknen darf.
Einrichtung & Futter
Trocken, luftig, nahrhaft
Bodengrund: Laubhumus mit weißfaulem Holz, Laub und Kalk, überwiegend trocken, dazu eine feuchte Moosecke als Rückzugsort.
Futter: Laub und weißfaules Holz als Grundlage, dazu Gemüse und Grünzeug. Zweimal pro Woche Eiweiß, zum Beispiel Fischfutter, und immer Sepia als Kalkquelle.
Becken: Für so große Tiere darf es etwas mehr Platz sein. Belüftung geht vor, am besten über große Flächen auf gegenüberliegenden Seiten statt kleiner Löcher.
Vermehrung
Langsam und mit mehr Weibchen
Die Prachtassel wächst eher langsam und ist erst nach etwa einem Jahr geschlechtsreif. Händler berichten, dass Weibchen Männchen jagen und beißen können. Deshalb lieber mehr Weibchen als Männchen halten.
Häutung: in zwei Hälften, am liebsten in der feuchten Ecke. Mehr dazu unter Häutung verstehen.
Grundlagen
Worauf die Angaben beruhen
Name und Einordnung sind belegt, Herkunft, Größe und Klima beruhen auf Händler- und Hobbyangaben und eigener Asselhaltung.
- GBIF: Porcellio magnificus Dollfus, 1892 (Name, Erstbeschreibung als Unterart)
- Händlerangaben zu Herkunft, Größe, Klima und Futter: Exuvium
- Hobbyartikel zur Haltung großer Porcellio: Smug Bug
- WISIA des Bundesamts für Naturschutz (Schutzstatus)
Ich bin kein Biologe, sondern halte diese Tiere aus Leidenschaft. Wenn dir ein Fehler auffällt, sag mir gern Bescheid, auf Instagram oder an poststelle@kunstspuren.com.