Mario Sickert

Artenporträt · Asseln

Porcelliomagnificus


Der Artname bedeutet „prächtig“, und das passt: Orange mit hellem Rand, bis über drei Zentimeter lang und aus dem trockenen Südspanien. Anders als viele Asseln mag die Prachtassel es trocken und luftig.

Größe
bis etwa 3,2 cm
Herkunft
Almería, Südspanien
Zeichnung einer orangefarbenen Assel mit hellen Seitenrändern von oben
Illustration, KI-generiert · Porcellio magnificus

Kurzdaten

Steckbrief

Name
Porcellio magnificus Dollfus, 1892
Frühere Einordnung
zunächst als Unterart von Porcellio hoffmannseggii beschrieben, heute eine eigene Art
Trivialname
Prachtassel, im Handel „Magnificent Isopod“
Einordnung
Asseln (Isopoda) · Familie Porcellionidae
Herkunft
Almería in Südspanien (Händlerangabe)
Größe
bis etwa 3,2 cm (Händlerangabe)
Farbe
orange, die Seitenränder heller
Reife
nach etwa einem Jahr geschlechtsreif, langsam bis normal wachsend (Händlerangabe)
Schutzstatus
nicht geschützt

Erkennen

Orange und groß

Der Körper ist kräftig orange, die Seitenränder sind heller. Mit bis zu gut drei Zentimetern gehört sie zu den großen Landasseln.

Die Prachtassel ist nah mit der Titanassel verwandt: Die Datenbank GBIF führt sie als frühere Unterart von Porcellio hoffmannseggii. Dort findest du auch die graue Wildform und die Zuchtform „Orange“ dieser Art.

Klima

Temperatur, Feuchte, Licht

18–30 °C
Temperatur
weite Spanne laut Händlerangabe
45–55 %
Luftfeuchte
trocken, mit feuchter Moosecke
ohne UV
Licht
normaler Tag-Nacht-Wechsel genügt

Hobbyautoren zählen sie zu den trockenen Arten, zusammen mit Porcellio spatulatus und Porcellio wagneri. Nasse Füße mag sie nicht: Der Boden bleibt überwiegend trocken, in einer Ecke liegt feuchtes Moos, das nie ganz austrocknen darf.

Einrichtung & Futter

Trocken, luftig, nahrhaft

Bodengrund: Laubhumus mit weißfaulem Holz, Laub und Kalk, überwiegend trocken, dazu eine feuchte Moosecke als Rückzugsort.

Futter: Laub und weißfaules Holz als Grundlage, dazu Gemüse und Grünzeug. Zweimal pro Woche Eiweiß, zum Beispiel Fischfutter, und immer Sepia als Kalkquelle.

Becken: Für so große Tiere darf es etwas mehr Platz sein. Belüftung geht vor, am besten über große Flächen auf gegenüberliegenden Seiten statt kleiner Löcher.

Vermehrung

Langsam und mit mehr Weibchen

Die Prachtassel wächst eher langsam und ist erst nach etwa einem Jahr geschlechtsreif. Händler berichten, dass Weibchen Männchen jagen und beißen können. Deshalb lieber mehr Weibchen als Männchen halten.

Häutung: in zwei Hälften, am liebsten in der feuchten Ecke. Mehr dazu unter Häutung verstehen.

Grundlagen

Worauf die Angaben beruhen

Name und Einordnung sind belegt, Herkunft, Größe und Klima beruhen auf Händler- und Hobbyangaben und eigener Asselhaltung.

Ich bin kein Biologe, sondern halte diese Tiere aus Leidenschaft. Wenn dir ein Fehler auffällt, sag mir gern Bescheid, auf Instagram oder an poststelle@kunstspuren.com.

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