Mario Sickert

Pflanzenporträt · Korbblütler

Senecio 'Himalaya'


Dicke Triebe, dicht besetzt mit grünen, nadelartigen Blättern: Der Senecio 'Himalaya' sieht aus wie ein kleiner Nadelbaum, ist aber eine Sukkulente. Er ist bei mir neu eingezogen und braucht Licht und wenig Wasser, also genau das Gegenteil von den Tropenpflanzen daneben.

Im Bestand
neu eingezogen
Handelsname
'Himalaya'
Giftig
Gattung giftig
Zeichnung eines sukkulenten Senecio mit dicken Trieben und dicht stehenden, grünen, nadelartigen Blättern und einem einzelnen Trieb als Steckling
Illustration, KI-generiert · Senecio 'Himalaya'

Kurzdaten

Steckbrief

Name
Senecio 'Himalaya', im Handel auch Himalaya-Senecio
Einordnung
Sorten- oder Handelsname, die genaue botanische Zuordnung ist umstritten, siehe unten
Familie
Korbblütler (Asteraceae)
Blätter
schmal, nadelartig, fleischig, grün (Vergleich mit dem blaugrünen 'Mount Everest' in einer Patentschrift)
Licht
volle Sonne bis Halbschatten
Gießen
sehr sparsam, nur wenn das Substrat trocken ist
Winter
nicht frosthart
Giftigkeit
Gattung enthält giftige Stoffe, für diese Sorte keine geprüften Angaben
Schutzstatus
nicht geschützt

Name

Himalaya, aber nicht aus dem Himalaya?

Der Name führt in die Irre. Eine sichere Herkunft aus dem Himalaya ist nicht belegt, in einer Pflanzendiskussion wird als einzige Herkunftsangabe „Himalaya, Nepal“ genannt, andere halten den Namen für einen reinen Handelsnamen. Sukkulente Senecio-Arten dieser Art stammen sonst meist aus dem südlichen Afrika.

Auch die Zuordnung ist uneinheitlich. Ein Pflanzenverzeichnis führt sie vorläufig als Senecio talinoides subsp. cylindricus 'Himalaya', andere sehen eine Sorte oder einen Handelsnamen für eine andere Art. Eine Patentschrift zur Sorte 'Mount Everest' (Senecio ficoides) nennt 'Himalaya' als unpatentierte Sorte mit grünen, nadelförmigen Blättern, mehr nicht. Ich führe sie deshalb unter dem Namen aus dem Handel.

Standort

Temperatur, Feuchte, Licht

ab etwa 5 °C
Temperatur
nicht frosthart, im Winter frostfrei und hell
niedrig
Luftfeuchte
normale bis trockene Zimmerluft
sehr hell
Licht
volle Sonne bis Halbschatten

Als Sukkulente will sie viel Licht, ein sonniger Platz oder eine kräftige Pflanzenlampe passen. Bei zu wenig Licht werden die Triebe lang und dünn. Im Winter steht sie am besten kühler, hell und frostfrei.

Pflege

Gießen und Vermehren

Substrat: sehr durchlässig, etwa Kakteenerde mit Bims oder Sand. Staunässe vertragen sukkulente Senecios nicht.

Gießen: nur gießen, wenn das Substrat durchgetrocknet ist, im Winter noch weniger. Gelegentliches Gießen im Sommer hilft, dass die Blätter an den Trieben bleiben.

Vermehren: wie bei verwandten Sukkulenten über Stecklinge. Den Trieb abschneiden, einige Tage abtrocknen lassen und in mageres Substrat stecken.

Wichtig

Gattung enthält giftige Stoffe

Die Gattung Senecio enthält Pyrrolizidinalkaloide, die der Leber schaden können. Ob und wie stark das für 'Himalaya' gilt, ist nicht geprüft. Deshalb nicht essen und außer Reichweite von Kindern und Haustieren halten, Hände nach dem Schneiden waschen. Pflanzenfresser im Becken, wie manche Schnecken und Tausendfüßer, gehören nicht in ihre Nähe.

Grundlagen

Worauf die Angaben beruhen

Die Angaben stammen aus Pflanzenlexika, einer Sortenbeschreibung und einer Pflanzendiskussion, ergänzt durch eigene Pflege. Weil Herkunft und Zuordnung nicht geklärt sind, sind alle Werte Richtwerte für sukkulente Senecio-Arten.

Dazu kommt der Rat von Avventura Plants. Sie steht mir bei Fragen zu Pflanzen immer wieder zur Verfügung und erklärt mir geduldig vieles.

Ich bin kein Biologe, sondern halte diese Tiere und Pflanzen aus Leidenschaft. Wenn dir ein Fehler auffällt oder du Erfahrungen hast, sag mir gern Bescheid, auf Instagram oder an poststelle@kunstspuren.com.

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