Pflanzenporträt · Korbblütler
Senecio 'Himalaya'
Dicke Triebe, dicht besetzt mit grünen, nadelartigen Blättern: Der Senecio 'Himalaya' sieht aus wie ein kleiner Nadelbaum, ist aber eine Sukkulente. Er ist bei mir neu eingezogen und braucht Licht und wenig Wasser, also genau das Gegenteil von den Tropenpflanzen daneben.
Kurzdaten
Steckbrief
- Name
- Senecio 'Himalaya', im Handel auch Himalaya-Senecio
- Einordnung
- Sorten- oder Handelsname, die genaue botanische Zuordnung ist umstritten, siehe unten
- Familie
- Korbblütler (Asteraceae)
- Blätter
- schmal, nadelartig, fleischig, grün (Vergleich mit dem blaugrünen 'Mount Everest' in einer Patentschrift)
- Licht
- volle Sonne bis Halbschatten
- Gießen
- sehr sparsam, nur wenn das Substrat trocken ist
- Winter
- nicht frosthart
- Giftigkeit
- Gattung enthält giftige Stoffe, für diese Sorte keine geprüften Angaben
- Schutzstatus
- nicht geschützt
Name
Himalaya, aber nicht aus dem Himalaya?
Der Name führt in die Irre. Eine sichere Herkunft aus dem Himalaya ist nicht belegt, in einer Pflanzendiskussion wird als einzige Herkunftsangabe „Himalaya, Nepal“ genannt, andere halten den Namen für einen reinen Handelsnamen. Sukkulente Senecio-Arten dieser Art stammen sonst meist aus dem südlichen Afrika.
Auch die Zuordnung ist uneinheitlich. Ein Pflanzenverzeichnis führt sie vorläufig als Senecio talinoides subsp. cylindricus 'Himalaya', andere sehen eine Sorte oder einen Handelsnamen für eine andere Art. Eine Patentschrift zur Sorte 'Mount Everest' (Senecio ficoides) nennt 'Himalaya' als unpatentierte Sorte mit grünen, nadelförmigen Blättern, mehr nicht. Ich führe sie deshalb unter dem Namen aus dem Handel.
Standort
Temperatur, Feuchte, Licht
Als Sukkulente will sie viel Licht, ein sonniger Platz oder eine kräftige Pflanzenlampe passen. Bei zu wenig Licht werden die Triebe lang und dünn. Im Winter steht sie am besten kühler, hell und frostfrei.
Pflege
Gießen und Vermehren
Substrat: sehr durchlässig, etwa Kakteenerde mit Bims oder Sand. Staunässe vertragen sukkulente Senecios nicht.
Gießen: nur gießen, wenn das Substrat durchgetrocknet ist, im Winter noch weniger. Gelegentliches Gießen im Sommer hilft, dass die Blätter an den Trieben bleiben.
Vermehren: wie bei verwandten Sukkulenten über Stecklinge. Den Trieb abschneiden, einige Tage abtrocknen lassen und in mageres Substrat stecken.
Wichtig
Gattung enthält giftige Stoffe
Die Gattung Senecio enthält Pyrrolizidinalkaloide, die der Leber schaden können. Ob und wie stark das für 'Himalaya' gilt, ist nicht geprüft. Deshalb nicht essen und außer Reichweite von Kindern und Haustieren halten, Hände nach dem Schneiden waschen. Pflanzenfresser im Becken, wie manche Schnecken und Tausendfüßer, gehören nicht in ihre Nähe.
Grundlagen
Worauf die Angaben beruhen
Die Angaben stammen aus Pflanzenlexika, einer Sortenbeschreibung und einer Pflanzendiskussion, ergänzt durch eigene Pflege. Weil Herkunft und Zuordnung nicht geklärt sind, sind alle Werte Richtwerte für sukkulente Senecio-Arten.
- Gardentags, Senecio 'Himalaya' (Licht, Gießen, Substrat, Frost)
- Google Patents, Senecio 'Mount Everest' (Vergleich mit 'Himalaya': nadelförmige grüne Blätter)
- Botanical Garden Forum der UBC, Diskussion zu Name und Herkunft von 'Himalaya'
Dazu kommt der Rat von Avventura Plants. Sie steht mir bei Fragen zu Pflanzen immer wieder zur Verfügung und erklärt mir geduldig vieles.
Ich bin kein Biologe, sondern halte diese Tiere und Pflanzen aus Leidenschaft. Wenn dir ein Fehler auffällt oder du Erfahrungen hast, sag mir gern Bescheid, auf Instagram oder an poststelle@kunstspuren.com.