Artenporträt · Käfer
Pachnodamarginata peregrina
Der Kongo-Rosenkäfer ist der Klassiker unter den Rosenkäfern: gelb und braun gezeichnet, tagaktiv und fast immer am Obst zu finden. Bei mir teilt er sich das Becken mit den grünen Chlorocala. Seine Larven sind außerdem ein gehaltvolles Futtertier, allerdings nur für besondere Gelegenheiten.
Kurzdaten
Steckbrief
- Name
- Pachnoda marginata peregrina Kolbe, 1906
- Art
- Pachnoda marginata (Drury, 1773)
- Trivialnamen
- Kongo-Rosenkäfer, Sonnenkäfer
- Einordnung
- Käfer (Coleoptera) · Blatthornkäfer (Scarabaeidae) · Rosenkäfer (Cetoniinae)
- Herkunft
- West- und Zentralafrika
- Größe
- Käfer etwa 2–3 cm, Larven bis etwa 6 cm
- Entwicklung
- Larve zwei bis fünf Monate, danach einige Wochen Puppenruhe
- Lebenserwartung
- Käfer einige Monate
- Schutzstatus
- nicht geschützt
Erkennen
Gelb, braun und immer beim Obst
Die Käfer sind kompakt und leicht abgeflacht. Ihre Zeichnung aus Gelb und Braun macht sie unverwechselbar, im Detail ist sie aber von Tier zu Tier ein wenig verschieden. Der Name marginata bedeutet „gerandet“.
Die Larven sind dicke, weiße Engerlinge mit brauner Kopfkapsel. Ein lustiges Merkmal aller Rosenkäferlarven: Außerhalb der Erde kriechen sie auf dem Rücken.
Klima
Warm und hell
Sonnenkäfer heißen nicht umsonst so: Bei heller Beleuchtung fliegen, fressen und paaren sie sich deutlich mehr.
Einrichtung
Der Boden ist Kinderstube und Futter
Becken: für eine kleine Gruppe etwa ab 30 × 30 × 30 cm, mit dichtem Deckel.
Bodengrund: 10 bis 15 cm hoch, aus Laub, weißfaulem Holz und fermentiertem Holzsubstrat. Die Larven leben darin und fressen ihn. Reine Blumenerde taugt nicht. Bei mir kommt mein Assel- und Käfersubstrat zum Einsatz, mehr dazu unter Bodenleben.
Äste und Rinde: als Startbahn zum Fliegen und damit ein Käfer, der auf dem Rücken liegt, sich wieder umdrehen kann.
Ernährung
Obst für die Käfer, Holz für die Larven
- Käfer
- reifes Obst wie Banane, Apfel oder Melone, dazu Käfergelee
- Larven
- fressen den Bodengrund selbst: Laub, morsches Holz, Flake Soil
- Hygiene
- Obst täglich wechseln, sonst schimmelt es
Entwicklung
Vom Engerling zum Käfer
Die Weibchen legen ihre Eier in den feuchten Boden. Die Larven fressen und wachsen dort einige Monate. Zur Verpuppung bauen sie aus Erde eine feste, eiförmige Puppenwiege. Die sieht aus wie ein Klumpen Erde und darf nicht beschädigt werden. Nach einigen Wochen schlüpft der fertige Käfer.
Zu trockener Boden lässt Eier und Larven vertrocknen, zu nasser Boden bringt Fäulnis. Richtig ist erdfeucht.
Als Futtertier
Nur ab und zu
Die dicken Larven sind sehr gehaltvoll, reich an Fett und Eiweiß. Bei mir bekommt ab und zu eine Vogelspinne eine Larve, zum Beispiel nach einer Häutung, wenn sie wieder zu Kräften kommen soll. Aber wirklich nur ab und zu: Als Dauerfutter sind die Larven zu fett.
Die Larven haben kräftige Kiefer. Für kleinere Tiere sind sie deshalb nichts, und nicht gefressene Larven kommen wieder aus dem Becken.
Abgabe
Larven aus meiner Zucht
Larven in gemischten Stadien gebe ich in kleinen Mengen auf Nachfrage ab, als Futter oder zum Großziehen. Mehr dazu unter Abgabe & Suche.
Grundlagen
Worauf die Angaben beruhen
Die Werte sind Richtwerte. Sie stützen sich auf die folgenden Quellen sowie auf eigene Haltung und Zucht.
- GBIF, Pachnoda marginata peregrina Kolbe, 1906
- Wikipedia, Pachnoda marginata (Größe, Verbreitung, Entwicklung)
- WISIA des Bundesamts für Naturschutz (Schutzstatus)
Ich bin kein Biologe, sondern halte diese Tiere aus Leidenschaft. Wenn dir ein Fehler auffällt, sag mir gern Bescheid, auf Instagram oder an poststelle@kunstspuren.com.