Artenporträt · Asseln
Trichorhinatomentosa
Winzig, schneeweiß und in meinen Becken überall zu Hause: Die Weiße Zwergassel räumt als Putzkolonne auf. Sie wird nur wenige Millimeter groß, rollt sich nicht ein und vermehrt sich ohne Männchen.
Kurzdaten
Steckbrief
- Name
- Trichorhina tomentosa (Budde-Lund, 1893)
- Trivialname
- Weiße Zwergassel, englisch „Dwarf White Isopod“, bei mir „Weiße Asseln“
- Einordnung
- Asseln (Isopoda) · Familie Platyarthridae
- Herkunft
- tropisches Amerika, heute in den Tropen weltweit verschleppt
- Größe
- etwa 2 bis 4 mm
- Farbe
- einheitlich weiß
- Fortpflanzung
- ohne Männchen, es sind nur Weibchen bekannt
- Besonderheit
- kann sich nicht zur Kugel einrollen
- Schutzstatus
- nicht geschützt
Erkennen
Klein, weiß und meist versteckt
Erwachsene Tiere sind nur zwei bis vier Millimeter lang und rein weiß, ohne Zeichnung. Sie sind selten zu sehen, weil sie sich meist eingraben und nur zum Fressen an die Oberfläche kommen. Bei Störung ziehen sie sich zurück oder stellen sich tot.
Klima
Temperatur, Feuchte, Licht
Die Weiße Zwergassel liebt es warm und feucht. Mit schlechter Belüftung kommt sie besser zurecht als viele andere Asseln, eine kleine Dose mit Luftlöchern genügt für eine eigene Kolonie.
Einrichtung & Futter
Feucht, nährstoffreich, gut versteckt
Bodengrund: feucht und nährstoffreich, dazu Falllaub. Kork oder anderes Holz bietet Verstecke.
Futter: zersetzendes Laub und Holz, Kot und Gemüse wie Kürbis, Möhre oder Gurke. Obst lieber weglassen, es schimmelt schnell. Eiweiß nur in kleinen Mengen, zum Beispiel getrocknete Garnelen.
Als Putzkolonne: Bei mir arbeiten sie in meinen Becken mit, auch bei den Vogelspinnen. Mehr dazu unter Bodenleben.
Vermehrung
Ein Weibchen genügt
Die Art pflanzt sich ohne Männchen fort, ein einzelnes Weibchen kann also für Nachwuchs sorgen. Ein Hobbyautor nennt 30 und mehr Jungtiere pro Monat und Weibchen. Bei guten Bedingungen wächst die Kolonie rasch, bei zu wenig Futter bleibt sie klein.
Als Futter: Die kleinen Asseln sind beliebt als Futter für kleine Amphibien und Geckos. Ein Hobbyautor berichtet allerdings, dass sehr dichte Bestände grabende Schaben der Gattung Therea und manche große Porcellio stressen können.
Grundlagen
Worauf die Angaben beruhen
Die Angaben zur Art stammen aus Nachschlagewerken, die Haltungswerte aus Hobbyangaben und eigener Haltung.
- Wikipedia (englisch): Trichorhina tomentosa (Einordnung, Verbreitung, Größe, Fortpflanzung)
- GBIF: Trichorhina tomentosa (Budde-Lund, 1893) (Name und Familie)
- Hobbyartikel: Terrarium Tribe und Smug Bug (Klima, Futter, Vermehrung, Verträglichkeit)
- WISIA des Bundesamts für Naturschutz (Schutzstatus)
Ich bin kein Biologe, sondern halte diese Tiere aus Leidenschaft. Wenn dir ein Fehler auffällt, sag mir gern Bescheid, auf Instagram oder an poststelle@kunstspuren.com.