Mario Sickert

Artenporträt · Asseln

Trichorhinatomentosa


Winzig, schneeweiß und in meinen Becken überall zu Hause: Die Weiße Zwergassel räumt als Putzkolonne auf. Sie wird nur wenige Millimeter groß, rollt sich nicht ein und vermehrt sich ohne Männchen.

Im Bestand
„Weiße Asseln“
Herkunft
tropisches Amerika
Zeichnung einer weißen Assel von oben
Illustration, KI-generiert · Trichorhina tomentosa

Kurzdaten

Steckbrief

Name
Trichorhina tomentosa (Budde-Lund, 1893)
Trivialname
Weiße Zwergassel, englisch „Dwarf White Isopod“, bei mir „Weiße Asseln“
Einordnung
Asseln (Isopoda) · Familie Platyarthridae
Herkunft
tropisches Amerika, heute in den Tropen weltweit verschleppt
Größe
etwa 2 bis 4 mm
Farbe
einheitlich weiß
Fortpflanzung
ohne Männchen, es sind nur Weibchen bekannt
Besonderheit
kann sich nicht zur Kugel einrollen
Schutzstatus
nicht geschützt

Erkennen

Klein, weiß und meist versteckt

Erwachsene Tiere sind nur zwei bis vier Millimeter lang und rein weiß, ohne Zeichnung. Sie sind selten zu sehen, weil sie sich meist eingraben und nur zum Fressen an die Oberfläche kommen. Bei Störung ziehen sie sich zurück oder stellen sich tot.

Klima

Temperatur, Feuchte, Licht

21–27 °C
Temperatur
Wärme fördert die Vermehrung
über 80 %
Luftfeuchte
mindestens 50 %, ideal darüber
ohne UV
Licht
gräbt und versteckt sich

Die Weiße Zwergassel liebt es warm und feucht. Mit schlechter Belüftung kommt sie besser zurecht als viele andere Asseln, eine kleine Dose mit Luftlöchern genügt für eine eigene Kolonie.

Einrichtung & Futter

Feucht, nährstoffreich, gut versteckt

Bodengrund: feucht und nährstoffreich, dazu Falllaub. Kork oder anderes Holz bietet Verstecke.

Futter: zersetzendes Laub und Holz, Kot und Gemüse wie Kürbis, Möhre oder Gurke. Obst lieber weglassen, es schimmelt schnell. Eiweiß nur in kleinen Mengen, zum Beispiel getrocknete Garnelen.

Als Putzkolonne: Bei mir arbeiten sie in meinen Becken mit, auch bei den Vogelspinnen. Mehr dazu unter Bodenleben.

Vermehrung

Ein Weibchen genügt

Die Art pflanzt sich ohne Männchen fort, ein einzelnes Weibchen kann also für Nachwuchs sorgen. Ein Hobbyautor nennt 30 und mehr Jungtiere pro Monat und Weibchen. Bei guten Bedingungen wächst die Kolonie rasch, bei zu wenig Futter bleibt sie klein.

Als Futter: Die kleinen Asseln sind beliebt als Futter für kleine Amphibien und Geckos. Ein Hobbyautor berichtet allerdings, dass sehr dichte Bestände grabende Schaben der Gattung Therea und manche große Porcellio stressen können.

Grundlagen

Worauf die Angaben beruhen

Die Angaben zur Art stammen aus Nachschlagewerken, die Haltungswerte aus Hobbyangaben und eigener Haltung.

Ich bin kein Biologe, sondern halte diese Tiere aus Leidenschaft. Wenn dir ein Fehler auffällt, sag mir gern Bescheid, auf Instagram oder an poststelle@kunstspuren.com.

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