Mario Sickert

Artenporträt · Asseln

Porcelliolaevis


Glatt, flach, schnell und tagaktiv: Porcellio laevis gehört zu den unkompliziertesten Asseln. Im Bestand leben die Farbformen „Orange“, „Panda“ und „White“, alle gleich zu pflegen.

Im Bestand
als Gruppen
Formen
„Orange“, „Panda“, „White“
Zeichnung einer hellen Assel mit schwarzen Flecken von oben, unten rechts von der Seite
Illustration, KI-generiert · Porcellio laevis „Panda“

Kurzdaten

Steckbrief

Name
Porcellio laevis Latreille, 1804, Farbformen „Orange“, „Panda“ und „White“
Status
Zuchtformen der Art Porcellio laevis, die Namen sind Handelsnamen. „Panda“ heißt im englischen Hobby auch „Dairy Cow“ („Kuh“). Eine weitere Form im Bestand ist „Milkback“, sie hat ein eigenes Porträt.
Einordnung
Landasseln (Oniscidea) · Gattung Porcellio
Herkunft
wahrscheinlich Nordafrika, heute weltweit verbreitet
Größe
bis etwa 2 bis 2,3 cm
Verhalten
tagaktiv, schnell, läuft offen an der Oberfläche
Haltung
einfach, auch für den Einstieg
Schutzstatus
nicht geschützt

Erkennen

Glatt, flach, in drei Farben

Der Rücken ist glatt, der Körper flach und breit. Die Männchen tragen lange, speerförmige Schwanzfortsätze. Die drei Formen unterscheiden sich in der Farbe:

  • „Orange“: Grundfarbe Orange, orange Fühler, weiße Beine.
  • „Panda“: hellgrau bis milchweiß mit dunklen Flecken, die in Menge und Anordnung variieren. Die Scheckung beruht nach Quellen auf einem rezessiven Gen.
  • „White“: weiß, auch an Fühlern und Beinen, kaum bis kein Pigment.
Zeichnung einer einfarbig orangen, flachen Assel von oben, unten rechts von der Seite
Illustration, KI-generiert · Porcellio laevis „Orange“
Zeichnung einer hellen Assel mit schwarzen Flecken von oben, unten rechts von der Seite
Illustration, KI-generiert · Porcellio laevis „Panda“
Zeichnung einer weißen Assel von oben, unten rechts von der Seite
Illustration, KI-generiert · Porcellio laevis „White“

Klima

Temperatur, Feuchte, Licht

18–26 °C
Temperatur
nach anderer Quelle 16–32 °C
50–70 %
Luftfeuchte
feucht, aber nie nass
ohne UV
Licht
normaler Tag-Nacht-Wechsel

Der Boden soll feucht, aber nicht nass sein, denn Staunässe schadet. Die Tiere sind robust und vertragen auch höhere Feuchte, wenn kein Wasser steht. Zum Häuten braucht es Feuchte über etwa 50 Prozent.

Einrichtung & Futter

Unkompliziert und genügsam

Bodengrund: Laubhumus mit Laub, weißfaulem Holz und Kalk, dazu Moos, Rindenstücke und Laub als Verstecke und Feuchtespeicher. In der Natur leben die Tiere in der Laubschicht von Laubwäldern.

Futter: Laub und weißfaules Holz als Grundlage, dazu Gemüse, Obst und Blüten. Eiweiß wie Fischflocken zweimal pro Woche und immer Sepia als Kalkquelle.

Verhalten: Die Tiere sind tagaktiv und deshalb oft zu sehen. Sie sind friedlich und lassen sich mit Schnecken, Tausendfüßern und Phasmiden halten. Bei Gefahr sind sie plötzlich sehr schnell und laufen in wechselnden Haken davon. Sie rollen sich nicht ein.

Vermehrung & Einsatz

Sehr fruchtbar

Die Art vermehrt sich sehr gut. Die Tiere werden nach etwa 7 bis 8 Monaten geschlechtsreif. Wie Asseln bei mir im Becken aufräumen, steht unter Bodenleben.

Häutung: in zwei Hälften, erst hinten, dann vorn. Mehr dazu unter Häutung verstehen.

Grundlagen

Worauf die Angaben beruhen

Die Angaben zur Art stammen aus Nachschlagewerken, die Angaben zu den Farbformen und die Haltungswerte aus Hobby- und Händlerangaben und eigener Haltung. Wo sich Quellen widersprechen, steht das im Text.

  • Wikipedia (englisch): Porcellio laevis (Herkunft, Größe, Verhalten, Farbformen)
  • Haltungsangaben: The Great Invertebrate (Temperatur, Feuchte, Futter, Verhalten)
  • WISIA des Bundesamts für Naturschutz (Schutzstatus)

Ich bin kein Biologe, sondern halte diese Tiere aus Leidenschaft. Wenn dir ein Fehler auffällt, sag mir gern Bescheid, auf Instagram oder an poststelle@kunstspuren.com.

Zur Inspiration: Wie eine Asselbox im Grundsatz aufgebaut sein kann, zeigt Asselbox einrichten. Stark vereinfacht, die Werte für diese Art stehen hier im Porträt.

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