Mario Sickert

Futterpflanze · Rosengewächse

Pyracanthaspec.


Dichte, dornige Zweige, kleine glänzende Blätter und im Herbst Massen orangeroter Früchte: Der Feuerdorn bleibt den ganzen Winter grün. Bei mir gehört er zu den Futterpflanzen im Garten.

Bei mir
Futterpflanze im Garten
Deutscher Name
Feuerdorn
Giftig
Samen giftig
Zeichnung eines Feuerdornzweigs mit langen Dornen, schmalen glänzenden Blättern, einer Dolde cremeweißer Blüten und einem Büschel orangeroter Früchte
Illustration, KI-generiert · Pyracantha coccinea

Kurzdaten

Steckbrief

Name
Pyracantha, Feuerdorn. Die Zeichnung zeigt den Mittelmeer-Feuerdorn P. coccinea
Familie
Rosengewächse (Rosaceae), Kernobstgewächse
Herkunft
Südosteuropa bis Südostasien, nicht heimisch in Mitteleuropa. 7 bis 10 Arten
Größe
meist 2 bis 6 m, Gartensorten etwa 1,5 bis 3,5 m
Laub
immergrün
Winterhärte
im Freiland bis mindestens −20 °C laut Plantura, im Kübel Frostschutz nötig
Giftigkeit
Samen enthalten cyanogene Glykoside, die Angaben zu Haustieren gehen auseinander
Schutzstatus
nicht geschützt. Zwei Arten gelten in Deutschland als potenziell invasiv

Erkennen

Dornen und orangerote Früchte

Der Feuerdorn ist ein großer, dichter Strauch mit langen, scharfen Dornen. Die kleinen Blätter sind schmal und glänzend dunkelgrün. Im Frühsommer erscheinen Dolden aus kleinen weißen Blüten, im Herbst orangerote, rote oder gelbe Früchte, die bis in den Spätwinter hängen bleiben.

Im Garten steht meist der Mittelmeer-Feuerdorn P. coccinea mit seinen Sorten und Hybriden.

Standort

Licht, Boden, Winter

−20 °C
Winterhärte
im Freiland, laut Plantura mindestens
sonnig
Licht
bis lichter Halbschatten
durchlässig
Boden
nährstoffreich, humos, keine Staunässe

Sonnig bis leicht halbschattig, im Schatten blüht und fruchtet er weniger. Der Boden soll durchlässig, nährstoff- und humusreich sein, laut RHS geht auch trockener oder schwerer Lehm, solange keine Staunässe entsteht. An offenen, sonnigen Plätzen kann bei gefrorenem Boden Frosttrocknis auftreten: Die Blätter werden braun und rollen sich ein. Vor dem Frost wässern, mulchen und bei Bedarf schattieren.

Pflege

Schneiden

Schneiden: sehr schnittverträglich. Plantura empfiehlt den Schnitt direkt nach der Blüte, das schont Blüten und Früchte für Insekten und Vögel. Ein kräftiger Rückschnitt geht im Februar. Er blüht am vorjährigen Holz, deshalb nicht alles Zweijährige wegnehmen. Nicht schneiden, wenn ein Vogelnest drin ist.

Handschuhe: Die Dornen sind lang und scharf, dicke Handschuhe tragen.

Futterpflanze

Feuerdorn für Gespenstschrecken

Die Phasmid Study Group nennt Feuerdorn als Futterpflanze für Extatosoma tiaratum, neben Brombeere, Eukalyptus, Weißdorn, Eiche, Himbeere und Rose. Bei Periphetes graniferum steht er ebenfalls auf der Futterliste. Weil er immergrün ist, ist er eine Ergänzung zur Brombeere im Winter.

Zweige richtig holen: frisch schneiden und sofort ins Wasser stellen wie Schnittblumen, die Öffnung des Gefäßes abdichten, damit keine Nymphe ertrinkt. Welke Blätter werden verschmäht, deshalb das Futter etwa wöchentlich wechseln und die Stiele schräg neu anschneiden. Nicht an Feldern oder Straßen schneiden. Pflanzen aus Gartencenter, Baumschule oder Blumenladen sind oft mit Mitteln behandelt, die im lebenden Gewebe wirksam bleiben, Abwaschen hilft dann nicht. Neue Pflanzen deshalb erst an einem Tier testen.

Garten

Vogelschutzgehölz

Die Früchte werden nach Frost weicher und dann von Amseln und anderen Vögeln gefressen. Die Dornen und der dichte Wuchs schützen Nester. Als Hecke hält der Feuerdorn auch Katzen fern.

Wichtig

Samen giftig, Angaben widersprechen sich

Einig sind sich die Quellen nur darin, dass die Samen cyanogene Glykoside enthalten. Wikipedia nennt das Fruchtfleisch ungenießbar, aber nicht giftig, Vergiftungen seien meist leicht. Plantura nennt die Kerne für Menschen schwach und für Hunde und Katzen stark giftig. Das Gartenjournal spricht bei Hund und Katze von einer ernsten Gefahr schon bei kleinen Mengen und nennt die Beeren für Nager giftig, Blätter und Triebe dagegen unbedenklich. Beim Füttern deshalb nur Blätter und Zweige ohne Früchte geben.

Grundlagen

Worauf die Angaben beruhen

Die Angaben stammen aus Garten- und Pflanzenseiten und für die Fütterung aus der Phasmid Study Group. Zur Giftigkeit widersprechen sich die Quellen, das steht offen im Text.

Ich bin kein Biologe, sondern halte diese Tiere und Pflanzen aus Leidenschaft. Wenn dir ein Fehler auffällt oder du Erfahrungen hast, sag mir gern Bescheid, auf Instagram oder an poststelle@kunstspuren.com.

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