Mario Sickert

Futter · Lagerung

Lagerung


Futter, das falsch steht, wird zum Problem: Vorratsmilben im Fischfutter, Motten im Hafer, Schimmel im Pollen. Mit ein paar Regeln bleibt der Vorrat sauber. Wo es belastbare Zahlen gibt, stehen sie dabei, wo nicht, steht das auch.

Trockenfutter

Kühl, dunkel, trocken, dicht

  • Höchstens 18 °C

    Das Umweltbundesamt empfiehlt für Vorräte einen kühlen, dunklen, trockenen Ort mit höchstens 18 °C, nicht neben Herd oder Kühlschrank.

  • Umfüllen

    Angebrochene Packungen in dicht schließende Behälter aus Glas, Keramik oder Kunststoff umfüllen. Gegen Motten sind feste Behälter aus Hartplastik oder Metall besser als dünne Beutel oder Karton.

  • Datum drauf

    Beim Öffnen das Datum notieren. Kleine Packungen sind besser als große, die ein Jahr offen stehen.

  • Regelmäßig nachsehen

    Auf Gespinste, Klümpchen, Larven und feinen Staub achten, der sich bewegt. Verdorbenes Futter riecht sauer oder ranzig, ist verklumpt, verfärbt oder flaumig.

Zeichnung eines Holzregals mit drei Bügelgläsern voller Laub, Gammarus und Pollen, einem kleinen Glas Fischflocken, einer Sepiaschale und darunter einem Wasserglas mit frischen Brombeerzweigen unter einer Tüte
Illustration, KI-generiert · Vorrat im Glas, Zweige im Wasser

Vorratsschädlinge

Milben und Motten

Mehlmilben brauchen mehr als 60 Prozent Luftfeuchte und ein Futter mit über 14 Prozent Feuchte, sie entwickeln sich zwischen 10 und 35 °C. Sie befallen Mehl, Getreide, Haferflocken und ausdrücklich auch Tierfutter. Ihre Dauerstadien überleben bis zu zwei Jahre ohne Nahrung. Ein Vorrat direkt neben feuchten Becken steht deshalb ungünstig.

  • Vorbeugend einfrieren

    Trockenwaren, auch Tierfutter, eine Woche einfrieren, bevor sie in den Vorrat kommen. Das empfiehlt das Umweltbundesamt.

  • Bei Milbenbefall

    10 Tage einfrieren oder im verschlossenen Glas bei 80 °C für 20 bis 60 Minuten erhitzen.

  • Bei Mottenbefall

    Befallene Ware luftdicht in einen Beutel, ein bis zwei Tage einfrieren und dann entsorgen, damit sich nichts ausbreitet. Eine US-Universität nennt mindestens zwei bis drei Tage Frost.

  • Schimmel heißt weg

    Schimmelpilze bilden Giftstoffe, die auch beim Erhitzen nicht zerstört werden. Verschimmeltes Futter wird nicht mehr verfüttert.

  • Kondenswasser vermeiden

    Eingefrorenes Futter erst auf Raumtemperatur kommen lassen, bevor man die Dose öffnet. Sonst schlägt sich Feuchte nieder.

Je Futter

Was wie lange hält

Lagerung und Haltbarkeit je Futter
FutterHaltbarkeitWorauf achten
Fischfutter, Flockengeöffnet etwa 3 bis 6 Monate, Flocken eher 3verliert Vitamine, vor allem Vitamin C, Fette werden ranzig. Dunkel und luftdicht, kleine Dosen
Gammaruskeine eigene Angabe gefundenenthält etwa 5,5 Prozent Fett, deshalb wie Fischfutter: dunkel, kühl, luftdicht
Blütenpollenfrisch sofort einfrierenmuss trocken bleiben, Feuchte fördert Bakterien und Pilze. Für den Kühlschrank habe ich keine belastbare Haltbarkeit gefunden
Käfer-Jellykeine Angabe gefundenselbst gemachtes nach dem Erstarren in den Kühlschrank
Haferflocken, Kleie, Trockenfutterwie Lebensmittelvorbeugend eine Woche einfrieren, dann dicht verschlossen
Sepia, Kalksteinkeine Angabe gefundentrocken lagern, ich habe dazu keine Quelle
Gesammeltes Laubkeine Angabe gefundentrocken lagern. Ob Einfrieren oder Backen nötig ist, ist nicht belegt

Frisches

Zweige, Obst und Gemüse

Geschnittene Zweige stehen im Eimer mit Wasser, locker mit einer durchsichtigen Tüte abgedeckt. Viele Futterpflanzen halten so mindestens eine Woche. Das Wasser regelmäßig wechseln und die Stiele schräg neu anschneiden. Mehr dazu unter Futterpflanzen.

Für Obst und Gemüse habe ich keine eigene Quelle zur Lagerung für Tierfutter gefunden. Was im Becken liegt, kommt nach spätestens ein bis zwei Tagen wieder raus, siehe Obst und Gemüse.

Bis zur Fütterung

Lebendfutter halten

  • Heimchen

    Kommen bei Zimmertemperatur um 20 °C zurecht, aktiver und vermehrungsfreudiger sind sie um 30 °C. Wasser über feuchte Watte oder Tränken, Obst und Gemüse zügig wieder entfernen.

  • Fruchtfliegen

    Am besten bei etwa 25 °C. Die Kulturen nach zwei bis drei Wochen in frisches Medium umsetzen, das Gefäß mit einem luftdurchlässigen Stopfen verschließen.

  • Schaben aus eigener Zucht

    Wie ich meine Schokoschaben, Argentinischen Schaben und Fauchschaben halte, steht unter Futtertiere und Futterzucht.

  • Vor dem Verfüttern

    Futtertiere vorher gut füttern, das nennt man Gutload. Was es bringt und wie lange es dauert, steht unter Nährwerte.

Grundlagen

Worauf die Angaben beruhen

Ich bin kein Biologe, sondern halte diese Tiere aus Leidenschaft. Wenn dir ein Fehler auffällt oder du Erfahrungen hast, sag mir gern Bescheid, auf Instagram oder an poststelle@kunstspuren.com.

Stand: 20. Oktober 2026. Zurück zur Übersicht Futter oder zur Praxis.