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Prokrastination – das Aufschieben von Aufgaben, die wir eigentlich erledigen sollten – ist ein Phänomen, das fast jeder von uns kennt. Es ist dieser ständige Kampf zwischen dem, was wir tun sollten, und dem, was wir gerade tun möchten. Doch warum schieben wir Dinge auf? Oft liegt es daran, dass wir Angst vor dem Unbekannten haben, uns überfordert fühlen oder einfach nicht wissen, wo wir anfangen sollen. Aber keine Sorge! Als Achtsamkeitscoach möchte ich dir helfen, die Fesseln der Prokrastination zu sprengen und voll und ganz im Hier und Jetzt zu leben.

1. Erkenne deine Muster
Zuerst ist es wichtig zu verstehen, wann und warum du prokrastinierst. Beobachte dich selbst: Gibt es bestimmte Aufgaben oder Situationen, bei denen du regelmäßig aufschiebst? Schreibe diese Beobachtungen auf und versuche die zugrunde liegenden Gründe zu identifizieren.

2. Setze klare Ziele
Definiere klare und erreichbare Ziele für deine Arbeit und deinen Alltag. Teile große Projekte in kleinere Schritte auf und setze dir Deadlines. So wird das Endziel weniger einschüchternd und du behältst den Überblick.

3. Priorisiere deine Aufgaben
Nutze Methoden wie die Eisenhower-Matrix, um Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit zu sortieren. Konzentriere dich darauf, das Wichtigste zuerst zu erledigen.

4. Nutze Zeitblöcke
Arbeite in festgelegten Zeitblöcken mit kurzen Pausen dazwischen (z.B. die Pomodoro-Technik: 25 Minuten Arbeit, 5 Minuten Pause). Dies hilft dir dabei, fokussiert zu bleiben und regelmäßige Erholungsphasen einzuplanen.

5. Schaffe eine unterstützende Umgebung
Gestalte deinen Arbeitsplatz so, dass er zur Produktivität einlädt. Entferne Ablenkungen wie das Handy oder unnötige Tabs im Browser.

6. Übe Achtsamkeit
Nimm dir täglich Zeit für Achtsamkeitsübungen wie Meditation oder bewusstes Atmen. Diese Praktiken können dir helfen, Stress abzubauen und deine Konzentration zu verbessern.

7. Sei nachsichtig mit dir selbst
Selbstakzeptanz ist ein Schlüssel zur Überwindung von Prokrastination. Verurteile dich nicht für vergangenes Aufschieben – konzentriere dich stattdessen darauf, was du jetzt tun kannst.

8. Feiere kleine Erfolge
Jeder abgeschlossene Schritt ist ein Erfolg! Belohne dich für erledigte Aufgaben – dies stärkt deine Motivation weiterzumachen.

9. Suche Unterstützung
Manchmal brauchen wir jemanden, der uns motiviert oder uns zur Rechenschaft zieht. Ob ein Coach, ein Freund oder ein Kollege – zögere nicht, um Unterstützung zu bitten.

10. Reflektiere am Ende des Tages
Nimm dir jeden Abend Zeit, um über den Tag nachzudenken: Was hast du erreicht? Was hat gut funktioniert? Was kannst du morgen besser machen?

Im Beruf:

  • Beginne deinen Tag mit einer klaren To-Do-Liste.
  • Setze Meetings mit Bedacht an – vermeide es, deinen Kalender zu überfüllen.
  • Lerne Nein zu sagen, wenn dein Teller bereits voll ist.
  • Nutze Tools zur Selbstorganisation wie digitale Kalender oder Projektmanagement-Software.

Im Alltag:

  • Plane auch Freizeitaktivitäten bewusst ein – sie sind genauso wichtig wie Arbeit.
  • Integriere achtsame Routinen in deinen Tag (z.B. eine Tasse Tee ohne Ablenkung genießen).
  • Übe Dankbarkeit; schreibe täglich drei Dinge auf, für die du dankbar bist.
  • Verbringe Zeit in der Natur; dies kann helfen, den Geist zu klären und neue Perspektiven zu gewinnen.

Indem du diese Tipps beherzigst und aktiv an deiner Achtsamkeit arbeitest, wirst du feststellen, dass sich die Neigung zum Aufschieben verringert und du mehr im Hier und Jetzt lebst – frei von den Ketten der Prokrastination.

Denke immer daran: Der beste Moment zum Handeln ist jetzt!