Model Einsteigerin?

Beitrag zuletzt aktualisiert am 25. Februar 2024

Liebes zukünftiges Fotomodell,

es ist aufregend, das erste Mal vor der Kamera zu stehen, und es ist völlig normal, dass du dich vielleicht etwas unsicher fühlst. Aber keine Sorge, mit der richtigen Vorbereitung und einigen hilfreichen Tipps wird dein erstes Fotoshooting sicherlich ein Erfolg.

HALT – Meiner Meinung nach finde ich es essentiell dir folgende Zeilen ans Herz zu legen und dir eventuelle negative Erfahrungen zu ersparen. Als Einsteigerin im Modeln gibt es einige Dinge, auf die du achten solltest, insbesondere wenn es um Fotografie, besonders auch im Hinblick auf Aktfotografie, geht. Es ist wichtig, dass du dir über die Auswirkungen auf deinen Job, deine Familie und deinen Alltag im Klaren bist.

Job: Abhängig von deinem Berufsfeld kann die Veröffentlichung von Fotos/Aktfotos Auswirkungen auf deine Karriere haben. Einige Arbeitgeber könnten solche Bilder als unprofessionell ansehen. Daher ist es wichtig, dass du dir über die möglichen Konsequenzen im Klaren bist und eine informierte Entscheidung triffst.

Familie: Es ist auch wichtig, die Gefühle und Meinungen deiner Familie zu berücksichtigen. Einige Familienmitglieder könnten mit deiner Entscheidung, Fotos/Aktfotos zu machen, nicht einverstanden sein. Es ist daher ratsam, das Thema offen zu besprechen und sicherzustellen, dass du ihre Unterstützung hast.

Alltag: Die Veröffentlichung von Fotos/Aktfotos kann auch Auswirkungen auf deinen Alltag haben. Du könntest aufgrund der Bilder erkannt werden oder unerwünschte Aufmerksamkeit erhalten. (Aufnahmebereiche beachten!) Es ist wichtig, dass du dich auf diese Möglichkeit vorbereitest und sicherstellst, dass du damit umgehen kannst.

Veröffentlichung von Fotos: Bevor du dich für ein Shooting entscheidest, solltest du dir über die Veröffentlichung der Fotos im Klaren sein. Wo werden die Bilder veröffentlicht? Wer wird sie sehen? (Nochmal: Aufnahmebereiche beachten!)

Nutzungsrechte: In der Regel räumst du dem Fotografen Nutzungsrechte an den Bildern ein. Das bedeutet, dass der Fotograf die Bilder für eine laaaaange Zeit und in bestimmten Kontexten verwenden darf. Mach immer einen Modelvertrag und lies diesen auch aufmerksam durch! Es ist wichtig, dass du die Bedingungen dieser Vereinbarung verstehst und damit einverstanden bist.

Denke daran, dass du immer das Recht hast, Nein zu sagen, wenn du dich mit etwas nicht wohl fühlst. Deine Sicherheit und dein Wohlbefinden sollten immer an erster Stelle stehen. Spricht auch bei kleinsten Bedenken mit dem jeweiligen Fotografen. Wie in einer guten Ehe ist auch hier eine gute Kommunikation das A und O.


Die Wahl des richtigen Fotografen

Die Wahl des richtigen Fotografen ist entscheidend. Du solltest dich bei ihm wohl und sicher fühlen. Recherchiere im Voraus, schaue dir seine bisherigen Arbeiten an und frage nach Referenzen. Ein professioneller Fotograf wird immer bereit sein, deine Fragen zu beantworten und dir bei deinen Bedenken zu helfen.

Model Release und Aufnahmebereiche

Ein Model Release ist ein Vertrag zwischen dir und dem Fotografen, in dem festgelegt wird, wie und wo die Fotos verwendet werden dürfen. Lies diesen Vertrag sorgfältig durch und stelle sicher, dass du alles verstehst, bevor du ihn unterschreibst.

Die Aufnahmebereiche beziehen sich auf die Art der Fotos, die gemacht werden. Es kann sich um Porträts, Ganzkörperaufnahmen, Aktfotos oder andere spezifische Aufnahmen handeln. Besprich diese im Voraus mit dem Fotografen und stelle sicher, dass du dich mit den geplanten Aufnahmen wohl fühlst.

Vergiss nicht, dass du das Recht hast, jederzeit Nein zu sagen, wenn du dich mit etwas nicht wohl fühlst. Dein Wohlbefinden und deine Sicherheit haben immer oberste Priorität.

TFP steht für “Time for Prints” oder “Time for Photos”. Es handelt sich dabei um eine Vereinbarung zwischen Fotograf und Model, bei der keine Geldzahlungen stattfinden. Stattdessen tauschen beide Seiten ihre Zeit und ihr Talent aus: Du stellst dich als Model zur Verfügung und der Fotograf hält diese Momente mit seiner Kamera fest. Die entstandenen Bilder werden dann beiden Parteien zur Verfügung gestellt, die sie für ihre Portfolios oder andere Zwecke nutzen können.

Hier sind einige Dinge, die du bei einem TFP-Shooting beachten solltest:

Vertrag: Auch wenn kein Geld den Besitzer wechselt, ist es wichtig, eine schriftliche Vereinbarung zu haben. In diesem Vertrag sollten alle Details wie die Anzahl der Bilder, die Nutzungsrechte und die Lieferzeit festgehalten werden.

Vorbereitung: Bereite dich genauso auf ein TFP-Shooting vor, wie du es für ein bezahltes Shooting tun würdest. Das bedeutet, du solltest ausgeruht und gut vorbereitet sein, passende Kleidung und Accessoires mitbringen und eventuell sogar Posen üben.

Professionalität: Behandle das TFP-Shooting wie einen Job. Sei pünktlich, respektiere die Zeit des Fotografen und gib dein Bestes vor der Kamera.

Kommunikation: Sprich vor dem Shooting mit dem Fotografen über deine Erwartungen und Wünsche. Ein gutes Verständnis zwischen beiden Parteien führt zu besseren Ergebnissen.

Nutzungsrechte: Stelle sicher, dass du die Nutzungsrechte der Bilder verstehst. In der Regel darfst du die Bilder für dein Portfolio verwenden, aber es könnte Einschränkungen geben, wenn du sie für kommerzielle Zwecke nutzen möchtest.

Ein TFP-Shooting kann eine großartige Möglichkeit sein, Erfahrungen zu sammeln und dein Portfolio aufzubauen. Behandle es mit dem gleichen Respekt und der gleichen Professionalität wie jedes andere Shooting. Viel Erfolg!

Ich hoffe, diese Tipps helfen dir dabei, dich auf dein erstes Fotoshooting vorzubereiten. Mit der richtigen Vorbereitung und einer positiven Einstellung wird dein erstes Shooting sicherlich ein Erfolg. Viel Glück!