Lesedauer ca. 3 Minuten

Beitrag aktualisiert am 4. April 2024

Stehst Du vor einer Herausforderung, die Dir den Schlaf raubt? Vielleicht ist es ein Konflikt im Büro, eine anstehende Prüfung oder eine persönliche Hürde. Oft sind es unsere eigenen Gedanken und Bewertungen, die uns das Leben schwer machen. Aber was wäre, wenn ich Dir sage, dass Du die Macht hast, dies zu ändern? Mit der Technik des positiven Reframings kannst Du Deine Perspektive wandeln und Schwierigkeiten in Chancen ummünzen.

Was ist positives Reframing?

Positives Reframing ist eine Methode aus der kognitiven Verhaltenstherapie. Sie hilft Dir dabei, negative Gedankenmuster zu erkennen und in eine positivere Sichtweise umzuwandeln. Es geht nicht darum, Probleme zu leugnen oder blind optimistisch zu sein. Es geht darum, einen konstruktiveren Blickwinkel einzunehmen.

Der Nutzen von positivem Reframing im Alltag

Im Alltag begegnen wir ständig Situationen, die Stress verursachen können. Durch positives Reframing kannst Du:

  • Deinen Stresspegel senken,
  • emotionale Belastungen verringern,
  • Lösungswege für Probleme entdecken,
  • Deine Widerstandsfähigkeit (Resilienz) stärken,
  • und letztendlich Dein allgemeines Wohlbefinden steigern.

Indem Du negative Gedanken umdeutest, lernst Du flexibler auf Herausforderungen zu reagieren und sie als Gelegenheiten für Dein persönliches Wachstum zu betrachten.

Positives Reframing in der Persönlichkeitsentwicklung

Im Coaching nutzen wir positives Reframing, um Klienten dabei zu unterstützen:

  • Selbstvertrauen aufzubauen,
  • Selbstmitgefühl zu entwickeln,
  • eigene Stärken und Ressourcen zu erkennen,
  • und aktiv Veränderungsprozesse zu gestalten.

Als Coach helfe ich Dir dabei, Deine Denkmuster bewusst wahrzunehmen und alternative Interpretationen Deiner Erfahrungen zu finden.

Anleitung für den Einsatz im Selbstcoaching

Schritt 1: Bewusstwerdung

Nimm Dir einen Moment Zeit und reflektiere über eine aktuelle Herausforderung. Welche automatischen Gedanken hast Du dazu? Wie bewertest Du die Situation?

Schritt 2: Hinterfrage Deine Gedanken

Sind Deine Gedanken wirklich wahr? Gibt es Beweise dafür oder dagegen? Welche anderen Sichtweisen könnten möglich sein?

Schritt 3: Suche nach dem Positiven

Was könnte gut daran sein? Welche Chancen bietet diese Herausforderung? Welche Stärken kannst Du einsetzen oder weiterentwickeln?

Schritt 4: Formuliere um

Ersetze Deine negativen Gedanken durch positive Umdeutungen. Aus “Ich kann das nicht” wird “Ich habe schon viele Herausforderungen gemeistert – ich kann auch diese bewältigen.”

Schritt 5: Handlungsoptionen entwickeln

Überlege Dir konkrete Schritte, wie Du mit der neuen Sichtweise handeln kannst. Was wird Dein erster Schritt sein?

Schritt 6: Integriere das positive Reframing in Deinen Alltag

Mache es zur Gewohnheit, regelmäßig Deine Gedanken neu zu rahmen. Nutze Tagebucheinträge oder Erinnerungen auf Deinem Smartphone als Unterstützung.

Schritt 7: Evaluierung

Bewerte nach einiger Zeit den Einfluss des positiven Reframings auf Dein Leben. Fühlst Du Dich besser? Gehst Du anders mit Herausforderungen um?

Positives Reframing ist ein mächtiges Werkzeug der Selbstreflexion und -entwicklung. Es hilft uns nicht nur dabei, unseren Alltag gelassener zu gestalten, sondern fördert auch unser persönliches Wachstum. Indem wir lernen, unsere Herausforderungen neu zu bewerten, öffnen wir uns für neue Möglichkeiten und Wege. Nimm die Zügel in die Hand und gestalte aktiv Deine Perspektive auf das Leben – denn oft ist es nicht die Situation selbst, sondern wie wir sie sehen, die den Unterschied macht.